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Thailand schränkt Visafreiheit für Touristen ein
Das Chaos bei Thailands Einreisebestimmungen geht weiter: Die erst vor zwei Jahren eingeführte 60-tägige visafreie Einreise wird laut der «Bangkok Post» bereits wieder abgeschafft. Künftig dürfen Besucherinnen und Besucher aus 54 Ländern, unter anderem aus der Schweiz, Deutschland und Österreich, wieder nur noch 30 Tage ohne Visum im Land bleiben.
Nachdem die Regelung im Juli 2024 eingeführt worden war, um den wichtigen Tourismus-Sektor nach der Corona-Pandemie anzukurbeln, beklagten die Behörden vermehrt Fälle von Ausländern, die die langen Aufenthaltsmöglichkeiten genutzt hätten, um sich im Land niederzulassen und kriminellen Geschäften nachzugehen. Tatsächlich verbringen aber die meisten Touristinnen und Touristen 30 Tage oder weniger im Land (Travelnews berichtete).
Ein genaues Datum für das Inkrafttreten steht derzeit noch nicht fest. Nach Angaben des thailändischen Aussenministeriums sollen die Änderungen jedoch 15 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Gesetzblatt wirksam werden. Reisende, die sich bereits in Thailand aufhalten oder noch vor Inkrafttreten der neuen Regeln einreisen, dürfen aber bis zum Ablauf ihrer bisherigen Aufenthaltsgenehmigung im Land bleiben.
In den vergangenen Monaten verzeichnete Thailand einen Touristenrückgang. Nach offiziellen Angaben lagen die internationalen Ankünfte bis Mitte Mai um 3,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Für 2026 rechnet die Regierung mit einer Million weniger Touristen, insbesondere aus China, der wichtigsten Touristengruppe des Landes. Gründe seien gestiegene Reisekosten sowie geopolitische Spannungen.