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Die Nordküste Japans wurde am Montag von einem starken Erdbeben erschüttert. Bild: X / Weather & Earth 25

Heftiges Erdbeben in Japan

Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat den Norden Japans getroffen und bis nach Tokio spürbare Erschütterungen ausgelöst. Die Behörden warnten vor einem möglichen Tsunami mit bis zu drei Meter hohen Wellen und forderten die Bevölkerung auf, sofort höher gelegene Gebiete aufzusuchen.

Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat am Montag die Nordostküste Japans erschüttert. Das Beben ereignete sich in etwa zehn Kilometern Tiefe im Pazifik vor der Präfektur Iwate in der Region Sanriku. Selbst in der mehrere hundert Kilometer entfernten Hauptstadt Tokio waren die Erschütterungen deutlich spürbar.

Kurz nach dem Beben wurden Tsunami-Warnungen für weite Teile der Nordostküste ausgegeben. Im Hafen von Kuji wurde eine Flutwelle von rund 80 Zentimetern registriert, während an anderen Orten Wellenhöhen von etwa 40 Zentimetern gemessen wurden. Zuvor hatte die Wetterbehörde vor möglichen Wellen von bis zu drei Metern gewarnt.

Die Behörden riefen die Bevölkerung in mehreren Küstenorten zur Vorsicht auf und empfahlen, sich in höher gelegene Gebiete zu begeben. Auch in den Präfekturen Aomori, Miyagi und Fukushima sowie im Südosten von Hokkaido galten zeitweise Tsunamiwarnungen. Zudem wird in den kommenden Tagen mit möglichen Nachbeben gerechnet.

Japan zählt zu den erdbebenreichsten Regionen der Welt. Jährlich werden etwa 1500 Erdbeben registriert. Die meisten davon sind jedoch kaum spürbar oder richten keine Schäden an. Dank strenger Bauvorschriften, moderner Infrastruktur und gut eingespielter Notfallpläne gilt das Land als eines der bestvorbereiteten weltweit im Umgang mit Naturkatastrophen.

(TN)