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Abseits vom Marienplatz: Eintauchen in die coolsten Viertel Münchens
Laut einer Erhebung der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) zählen das deutsche Kulturerbe, Sehenswürdigkeiten, kulinarische Angebote sowie die vielfältigen Museen und Galerien zu den wichtigsten Reiseerlebnissen für Touristinnen und Touristen in Deutschland. Im Rahmen der diesjährigen Jahrespressekonferenz der DZT in der Loft Eventlocation an der Zürcher Bahnhofstrasse stand eine deutsche Stadt im Mittelpunkt, die all diese Dinge miteinander verbindet.
München, die grösste Stadt Bayerns, bietet weit mehr als die bekannten Sehenswürdigkeiten wie den Marienplatz, die Frauenkirche oder das Schloss Nymphenburg. München Tourismus hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Touristinnen und Touristen auch in die unbekannteren Stadtteile zu locken und das authentische München zu zeigen, erklärt Yvonne Pollakowsky aus dem Marketing-Team von München Tourismus.
Touren durch die Viertel Münchens
München hat zehn verschiedene Stadtviertel, die alle ihren ganz eigenen Charme haben. Mit der «Viertelliebe»-Kampagne soll der Fokus abseits der gängigen Touristenziele Münchens liegen. Als Kontrastprogramm zum Marienplatz gibt es sogenannte Viertelliebe-Touren: Ausgebildete Guides führen sowohl interessierte Einheimische als auch Touristinnen und Touristen durch ein Viertel nach Wunsch.
«Das Schlachthofviertel ist perfekt als Alternative zum klassischen München», sagt Pollakowsky gegenüber Travelnews. Im Schlachthofviertel haben sich Container-Kollektive etabliert, in denen verschiedene kleine Galerien sowie handwerkliche Betriebe angesiedelt sind. Zudem befindet sich dort die Isarphilharmonie, in der die Münchner Philharmoniker auftreten. «Das Viertel ist auch ein Tipp für Leute, die vielleicht schon mal in München waren, denn das ist etwas, was man in München nicht vermuten würde.»
Ein besonderer Ort für Kunstfans ist auch das Lenbachhaus. «Im Lenbachhaus findet ihr die weltweit grösste Sammlung des ehemaligen Künstlerkollektivs «Blauer Reiter», erklärt Claudia Weber, Leiterin Kommunikation im Lenbachhaus. Besonders hervorzuheben sind die kostenlosen Workshops, Tanzveranstaltungen und Theaterauftritte, die von Mai bis August 2026 im Garten des Kunstmuseums stattfinden werden.
Eines der beliebtesten Reiseländer in Europa
An der diesjährigen Pressekonferenz ging es aber nicht nur um die Stadt München, sondern auch um die aktuellen Zahlen und Kampagnen der DZT. Laut Stefan Mieczkowski, Schweiz-Chef der DZT, war Deutschland im vergangenen Jahr der zweitwichtigste Zielmarkt von europäischen Reisenden, direkt hinter Spanien.
Insgesamt wurden 83 Millionen Übernachtungen ausländischer Touristinnen und Touristen verbucht, davon 63 aus den europäischen Ländern. Knapp 20 Prozent aller Longiernächte entfallen aufgrund der beliebten Weihnachtsmärkte auf November und Dezember. Schweizer Reisende übernachteten im vergangenen Jahr rund 6,7 Millionen Mal in Deutschland.
Caroline Breitmoser, PR-Managerin der DZT, gab im Anschluss noch einen Ausblick über das laufende Reisejahr und die bevorstehenden Highlights. 2026 will Deutschland seine Gäste bei ihren Top 3 Lieblingsaktivitäten und Reisarten abholen: Städtereisen, bei denen das Kulturerbe und die Museen entdeckt und die vielseitige Kulinarik erlebt werden kann.
Mit ihrer Kampagne «Culinary Germany» will sich Deutschland noch stärker als kulinarische Reisedestination positionieren und fokussiert dabei auf lokale Märkte, Streetfood-Touren sowie Besuche der ländlichen Gastronomie. Einer der besonderen Glanzpunkte in diesem Jahr ist zudem das 150-jährige Jubiläum der Wagner-Festspiele in Bayreuth, für die bereits alle Tickets ausverkauft sind.