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Starkregen hat auf Teneriffa zu Überschwemmungen geführt, bei denen Strassen und Fahrzeuge innert kürzester Zeit unter Wasser standen. Bild: Screenshot Youtube / Informativos TVC

Land unter im Norden Teneriffas

Sintflutartiger Regen hat den Norden Teneriffas unter Wasser gesetzt. Es kam zu massiven Überschwemmungen.

Heftige Regenfälle haben am Dienstagabend (24. März 2026) auf Teneriffa chaotische Szenen verursacht. Ein schriller Alarm des zentralen Warnsystems riss Tausende Menschen aus der Abendroutine, nachdem binnen kurzer Zeit enorme Wassermengen über die grösste Kanareninsel niedergegangen waren.

Besonders im Norden der Insel, rund um Puerto de la Cruz, spitzte sich die Lage innerhalb kürzester Zeit zu. Über mehr als 90 Minuten hinweg ging dort intensiver Starkregen nieder, wie «Teneriffa News» berichtet.

Die Folge: Zahlreiche Barrancos traten über die Ufer und leiteten gewaltige Wassermassen in Richtung Atlantik. Bei Barrancos handelt es sich um sonst meist trockene Schluchten oder Flussbetten, die sich bei starkem Regen innert kürzester Zeit in reissende Wasserläufe verwandeln.

Doch nicht nur die natürlichen Wasserläufe waren betroffen. Auch Strassen aus den höher gelegenen Gebieten verwandelten sich in reissende Ströme, die sich ihren Weg in die Altstadt bahnten.

Die Kanalisation war den Wassermengen nicht gewachsen und versagte teilweise komplett. Besonders sichtbar wurde das Ausmass auf der Plaza del Charco, einem zentralen Platz der Stadt, der innert kürzester Zeit unter Wasser stand. Autos versanken teilweise bis über die Radkästen, wie Videos und Bilder zeigen.

Die Behörden reagierten mit der Ausrufung der Alarmstufe Rot und warnten vor Niederschlagsmengen von bis zu 60 Litern pro Stunde und Quadratmeter. Inzwischen wurde die Warnstufe auf Orange gesenkt, dennoch bleibt die Lage angespannt. Reisende sollten die Situation weiterhin genau beobachten und den Anweisungen der lokalen Behörden folgen.

(TN)