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Travelnews traf an der ITB Berlin auf Omans Tourismusminister Haitham Mohammed Al Ghassani. Bild: Patrick Huber

Auf einen Messe-Stopp beim Sultanat

Patrick Huber

Geheimnisumwittert, wunderschöne Landschaften, fantastische Wüsten – das sind Attribute, die den Oman für viele Schweizerinnen und Schweizer zur Sehnsuchtsdestination werden lassen. Tourismusminister Haitham Mohammed Al Ghassani preist an der ITB die Vorzüge des Sultanats an.

«Beauty has an address» steht auf der Visitenkarte des omanischen Generaldirektors of Promotion des Ministry Heritage and Tourism. Viel Werbung müsste der Oman eigentlich gar nicht machen. Das Gastgeberland 2024 der ITB geniesst in der Reisebranche und bei Touristen einen hervorragenden Ruf. Nicht zuletzt darum, weil es politisch stabil ist, was sich besonders in den jetzigen unsicheren Zeiten auszahlt.

So blieb der Flughafen in Muscat auch während der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran und der Luftraumsperre im arabischen Raum immer offen. «Wir hatten schon zu früheren Zeiten mit unseren Nachbarn keine Probleme», meint der Minister vielsagend. Er erwähnt dabei speziell das Nachbarland Yemen, zu dem der Oman trotz der dortigen Kriegswirren stets ein gutes Verhältnis pflegte und die Grenze nie schloss.

Schweiz im Aufwind

Mit Abstand wichtigster europäischer Markt für den Oman ist Deutschland. 139'254 Feriengäste flogen 2025 von deutschen Flughäfen in den Oman. Doch auch die Schweizer reisen immer zahlreicher ins Sultanat. Letztes Jahr waren es 25'084. Damit liegt die Schweiz klar vor Österreich mit 13 881 Einreisen. Daneben besuchen auch sehr viele Saudis den Nachbarstaat. Zugenommen hat ebenso die Anzahl Engländer, die nicht nur das Strandleben in Dubai suchen und den Oman als Alternative auserkoren haben.

Al Ghassani betont im Roundtable-Gespräch die vielfältigen Angebote des Landes: So stehen Abenteuerreisen wie Hiking oder Biken hoch im Kurs, aber auch Ausflüge zu den Wadis (Lagunen im wüstenartigen Gebirge) oder Wüstentrips erfreuen sich grosser Beliebtheit. Einen immer grösseren Anteil der Besucher stellen Kreuzfahrt-Touristen. Alle Cruise-Schiffe kommen aus Dubai, wobei ihnen der Oman drei Anlegehäfen zur Verfügung stellt. Die Regierung plant bereits neue Anlegemöglichkeiten.

Neue Hotels im Bau

Von den 5 Mio. Einwohner sind 51 Prozent Omanis, der Rest Ausländer. Das bereite überhaupt keine Probleme, versichert der Minister, im Oman sei jeder willkommen. Die Beliebtheit des im Vergleich zur Schweiz acht mal grösseren Sultanats führt dazu, dass immer mehr Hotels gebaut werden. 2024 standen den Touristen 1032 Hotels und Guesthouses zur Verfügung. Durch den Bau neuer Unterkünfte im letzten und in diesem Jahr soll die Zahl deutlich ansteigen, um der Nachfrage gerecht werden zu können. 2024 seien mehr Touristen gezählt worden als vor Covid (die Zahlen für 2025 liegen noch nicht vor).