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So wird die Hurrikan-Saison 2025
Noch ist es Frühling – doch Meteorologen richten ihren Blick bereits auf die kommende Hurrikan-Saison im Atlantik. Und die Prognosen lassen laut «CNN» aufhorchen: Das renommierte Colorado State University (CSU) Hurricane Research Team erwartet eine überdurchschnittlich aktive Saison mit erhöhter Sturmgefahr für die Karibik, den Golf von Mexiko und Teile der US-Küste.
Laut CSU werden zwischen Juni und November 2025 voraussichtlich 17 tropische Stürme auftreten, von denen neun zu Hurrikans und vier zu schweren Hurrikans (Kategorie 3 oder höher) heranwachsen könnten. Das ist die zweithöchste Prognose, die das Team seit Beginn seiner Langzeitvorhersagen im Jahr 1995 je im April abgegeben hat.
Die Vorhersage basiert auf verschiedenen atmosphärischen und ozeanischen Faktoren – darunter eine aussergewöhnlich warme Meeresoberfläche im Atlantik und in der Karibik, die Hurrikans zusätzlich befeuern kann. Derartige Bedingungen begünstigen die Bildung tropischer Stürme, da warme Gewässer als «Treibstoff» fungieren und den Luftdruck senken.
Grössere Gefahr durch Regen
Ein Unsicherheitsfaktor ist das Klimaphänomen El Niño beziehungsweise La Niña, das das Wetter weltweit beeinflusst. Normalerweise würde El Niño die Sturmaktivität im Atlantik dämpfen.
Doch laut der US-Klimabehörde Climate Prediction Center ist die Wahrscheinlichkeit für ein El-Niño-Ereignis während der Hochsaison im Spätsommer mit nur rund 13 Prozent gering. Stattdessen rechnen die Experten mit neutralen Bedingungen – und damit mit einem uneingeschränkten Potenzial für Sturmentwicklung.
Besonders gefährlich sind sogenannte Rapid Intensification Events – also Stürme, die sich in kürzester Zeit zu zerstörerischen Hurrikans entwickeln. Dieses Phänomen trat 2024 gehäuft auf: Gleich neun Stürme verstärkten sich binnen weniger Stunden drastisch, darunter Hurrikan Milton, der sich innerhalb von 24 Stunden von einem schwachen Sturm in einen Monster-Hurrikan der Kategorie 5 verwandelte.
Diese Dynamik stellt Meteorologen weiterhin vor grosse Herausforderungen, da sich betroffene Gebiete oft kaum rechtzeitig vorbereiten können. Die Folgen solcher Unwetter sind verheerend: Sturzfluten wie bei Hurrikan Helene im US-Bundesstaat North Carolina veränderten ganze Landschaften und führten zu zahlreichen Todesfällen.
Laut einer aktuellen Studie des US National Hurricane Centers ist extremer Regen heute die häufigste Todesursache bei tropischen Stürmen – noch vor Sturmfluten. Die zunehmend wärmere Atmosphäre kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und entlädt sich dann in Form massiver Niederschläge.