Flug
USA verbannen Samsung Note 7 aus der Kabine
Samsungs Pannen-Smartphone Galaxy Note 7 ist von den US-Behörden aus Sicherheitsgründen komplett aus Flugzeugen in den Vereinigten Staaten verbannt worden. Es werde generell untersagt, Geräte dieses Typs sowohl bei Inlandsflügen als auch bei Reisen in die und aus den USA in die Maschinen mitzunehmen, teilte das Verkehrsministerium in Washington am Freitag mit. Das Telefon werde als "verbotenes gefährliches Material" betrachtet.
Mehrere Fluggesellschaften in Europa, aber auch in Australien und Neuseeland reagierten prompt auf das US-Vorgehen. Air Berlin, die italienische Fluglinie Alitalia oder die australische Qantas verboten die Mitnahme des gefährlichen Smartphones auch auf ihren Flügen. Das Verbot gelte ab sofort, sagte eine Air-Berlin-Sprecherin am Samstag auf Anfrage. Ein Sprecher der Lufthansa teilte mit, das Unternehmen fordere seine Passagiere auf, die Geräte nicht auf US-Flüge mitzunehmen.
Das deutsche Bundesverkehrsministerium verwies auf die Empfehlungen der European Aviation Safety Agency (EASA) zum Umgang mit den Galaxy Note 7. Demnach sollten die Geräte während des Fluges ausgeschaltet sein, nicht geladen werden und sich nicht im aufgegebenen Gepäck befinden. Die Smartphones des Modells dürfen auch nicht als Luftfracht verschickt werden.
Besitzer kann bestraft werden
Das Modell Note 7 hatte zuletzt immer wieder angefangen zu brennen. Aus Sicht der US-Behörde stellen die Samsung -Geräte deshalb ein Sicherheitsrisiko dar. Zahlreiche Airlines haben bisher das Verbot ausgesprochen, das Samsung-Smartphone während dem Flug zu nutzen oder aufzuladen.
Nun wird auch die Mitnahme verboten, zumindest Richtung USA. Bei Missachtung des Verbots wird es unangenehm. Sollten Passagiere versuchen, mit einem Galaxy Note 7 in den USA zu fliegen, kann das Gerät beschlagnahmt und der Besitzer bestraft werden. Wer es im aufgegebenen Gepäck transportiert, kann auch strafrechtlich verfolgt werden. Sieht ein Airline-Mitarbeiter jemanden mit einem Note 7 vor dem Boarding, muss diesem Passagier der Zugang zum Flugzeug verweigert werden, bis er das Telefon abgibt.
Samsung hatte das Smartphone am Dienstag wegen Feuergefahr endgültig vom Markt genommen. Bereits im September war nach ersten Batterie-Bränden eine weltweite Umtauschaktion eingeleitet worden. Zuletzt gerieten jedoch auch mehrere Ersatzgeräte in Brand. Eins davon entzündete sich vergangene Woche in einem Flugzeug in den USA. Die noch am Gate stehende Maschine wurde geräumt.