Ferienland Schweiz
Von Sternenhimmel bis Gravelbike: Das andere Tessin
Nach einem eher regnerischen Tag zeigte sich das Wetter beim Medienabend von Ticino Turismo im Zürcher Seebad Enge am Dienstag (12. Mai 2026) doch noch von seiner freundlichen Seite. Pünktlich zum Event kam die Sonne hervor und die geladenen Medienvertreter konnten den herrlichen Blick auf den Zürichsee geniessen – auch wenn die Temperaturen eher frisch blieben.
Auch in diesem Jahr präsentierte das Team von Ticino Turismo mit Direktor Angelo Trotta, Catharina Berni sowie Manuela Nicoletti gemeinsam mit verschiedenen Partnern die verborgenen Schätze des Tessins.
Im Mittelpunkt stand die Kampagne «Das musst Du erlebt haben», die nun ins zweite Jahr startet. Nachdem zunächst erste Geheimtipps vorgestellt wurden, wird der Radius der sogenannten Hidden Gems nun erweitert.
Persönliche Empfehlungen und individuelle Bucketlists standen im Zentrum des Abends. Während bei Manuela Nicoletti Töpferkurse und Tandem-Paragliding ganz oben auf der Wunschliste stehen, verriet Angelo Trotta seine persönlichen kulinarischen Lieblingsorte – von traditionellen Grotti bis hin zu besonderen Restaurants im Tessin.
Für genussvolle Momente sorgte Raffaella Gialdi von Gialdi Vini, die die Gäste mit ausgewählten Weinen verwöhnte. Besonders der weisse Merlot stiess auf grosses Interesse. Das Unternehmen gilt dank Feliciano Gialdi als Pionier dieser besonderen Tessiner Weinspezialität.
Versteckte Perlen abseits der Touristenpfade
Aktiv wurde es mit Nathalie Ferbar von Bikeport. Vorgestellt wurde die neue Route «Ticino Traverso» – eine 330 Kilometer lange Strecke von Chiasso bis zum Gotthard oder in umgekehrter Richtung. Die Tour lässt sich bequem in Etappen absolvieren und eignet sich sowohl für Gravelbikes als auch für E-Bikes. Abseits grosser Verkehrsachsen führt die Strecke durch einige der schönsten und ursprünglichsten Regionen des Tessins.
Ein weiteres Highlight war das traditionsreiche Hotel International au Lac, das in diesem Jahr sein 120-jähriges Bestehen feiert. Alessandra Schmid führt den Familienbetrieb bereits in vierter Generation gemeinsam mit ihrem Bruder. Das Hotel liegt direkt an der Fussgängerzone und der Seepromenade von Lugano. Ein besonderer Hidden Gem ist dabei der ruhige Garten mit eigenem Pool – eine kleine Oase mitten in der Stadt. Die nächste Generation steht bereits bereit, um die Tradition weiterzuführen.
Für einen Kontrast zur urbanen Welt sorgte Rachele Gadea Martini mit der Vorstellung des Valle Ravona – dem «Tal der Resilienz». In dieser abgeschiedenen Region scheint die Zeit stillzustehen. Viele Gebäude stammen aus früheren Jahrhunderten, Strom gibt es keinen, dafür einen beeindruckenden Sternenhimmel. Noch heute bestehen dort zwölf Siedlungen. Besonders bemerkenswert sind die sogenannten Splüi, historische Unterfelsbauten, die als aussergewöhnliches landwirtschaftliches, kulturelles und ökologisches Erbe der Region gelten.
Ein weiteres Jubiläum wurde ebenfalls gefeiert: Seit zehn Jahren begleitet die Ticino Card Gäste im Tessin. Bereits ab der ersten Übernachtung in Hotels, Pensionen oder auf Campingplätzen erhalten Besucher die Karte kostenlos für die gesamte Aufenthaltsdauer. Sie ermöglicht die freie Nutzung des öffentlichen Verkehrs im ganzen Tessin sowie Vergünstigungen von 20 bis 30 Prozent auf rund 190 Attraktionen – darunter Schifffahrten, Museen und Bergbahnen.
Der Medienabend zeigte einmal mehr, wie vielfältig das Tessin ist: Genuss, Natur, Bewegung, Tradition und authentische Begegnungen machen die Sonnenstube der Schweiz auch abseits der bekannten Touristenpfade zu einem besonderen Erlebnis.