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Von links: Sánchez Cerén (Präsident von El Salvador), Juan Orlando Hernández (Präsident von Honduras) und Jimmy Morales (Präsident von Guatemala) feiern die Aufnahme von El Salvador in das «nördliche Dreieck Zentralamerikas». Bild: Union Aduanera

Das Reisen durch Zentralamerika wird leichter

Honduras und Guatemala nehmen El Salvador in die Zollunion auf. Damit wollen die drei Länder in den Bereichen Tourismus und Export weiter wachsen.

Honduras und Guatemala können sich auf ein neues Mitglied des zentralamerikanischen Wirtschaftsblocks freuen: Seit Mitte August ist mit El Salvador eine dritte Partei in die Zollunion (auch Union Aduanera genannt) eingestiegen. Der Wirtschaftsblock soll den freien Personen- und Güterverkehr zwischen den drei Ländern fördern und gleichzeitig Arbeitsplätze schaffen, welche die Handelsmöglichkeiten steigern, die regionale Sicherheit verbessern und die Voraussetzungen für den Tourismus erleichtern. Die drei Länder bilden ein Gebiet von mehr als 77‘000 Quadratmeilen und stellen neu etwa 60 Prozent der zentralamerikanischen Bevölkerung dar.

«Mit der Aufnahme von El Salvador wird die neue Zollunion zu einer produktiven Integration und zu gemeinsamen Marktfähigkeiten beitragen, die uns mehr Möglichkeiten eröffnen und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit innerhalb von Zentralamerika schaffen werden», sagt Jimmy Morales, Präsident von Guatemala. Die erste Vereinbarung zwischen Honduras und Guatemala begann im Juni 2017. Seit der Umsetzung des Programms verzeichnen die Länder ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,4% beziehungsweise 1,2%. Mit der Aufnahme von El Salvador 14 Monate später erwarten die drei Länder nun eine wirtschaftliche Auswirkung in Höhe von 117 Millionen Dollar in der gesamten Region.

«Mit der neuen Zollunion zwischen Honduras, Guatemala und El Salvador möchten wir die achtgrösste Volkswirtschaft in Zentralamerika werden. Wir haben begonnen, unsere kurz-, mittel- und langfristigen Ziele zu definieren und hoffen, dass wir auch Nicaragua, Costa Rica und Panama in diese Union aufnehmen können», erklärt Juan Orlando Hernández, Präsident von Honduras. Die Entwicklungsprojekte setzen ein Zeichen für eine neue Phase der Modernisierung der Länder. Durch die Unterstützung von Honduras für mehr Investitionsmöglichkeiten und mehr Möglichkeiten in den Bereichen Tourismus und Export, kann sich Zentralamerika besser auf dem globalen Markt positionieren.

(YEB)