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In Mallorca droht der Wasserkollaps
Alle Jahre wieder steht Mallorca vor einem Wasserproblem: Wenig Niederschlag und heisse Sommer lassen den Wasserstand der Talsperren und die Pegel der unterirdischen Grundwasserseen auf ein besorgniserregendes niedriges Level absinken.
Dieses Jahr erwartet die spanische Ferieninsel einen Rekord bei den Besucherzahlen, alleine im August sollen zwei Millionen Gäste nach Mallorca kommen – was die Wassernot zusätzlich verschlimmert. Denn ein Feriengast verbraucht durchschnittlich 278 Liter Wasser täglich – mehr als doppelt so viel wie ein Einwohner.
Um einen Trinkwassermangel zu verhindern, wurden jetzt bereits erste Massnahmen eingeleitet: Die drei grossen und mit Millionengeldern der EU gebauten Meerwasserentsalzungsanlagen in den Inselorten Palma, Andratx und Alcúdia wurden aktiviert. Das Leitungswasser schmeckt dann zwar immer noch salzig und chlorig und eignet sich nicht unbedingt als Trinkwasser, aber es wird die Insel vor ausgetrockneten Wasserhähnen bewahren.
Ausserdem wurden die Betreiber von 24 Golfplätzen angehalten, ihren Rasen nur noch mit recyceltem Abwasser zu bewässern und die privaten Poolbesitzer wurden von den Behörden gebeten, ihre Becken nur zu füllen, wenn es unverzichtbar sei. Regen ist demnächst auf Mallorca nicht in Sicht – vielmehr kündigt sich eine nächste Hitzewelle an.