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Der Eingang Nord der Messe Berlin: Herrscht hier am kommenden Mittwochmorgen das übliche Gedränge oder nicht? Bild: ITB Berlin

ITB-Anreise wird zur Hängepartie

Die ITB Berlin selber geht trotz wahrscheinlichem Streik von über 100'000 Besuchern aus.

Just zur ITB Berlin droht ein massiver Streik an den Berliner Flughäfen. Das Verdikt der Urabstimmung über den Streik an den Berliner Flughäfen fiel deutlich aus. 98,6% der Bodenarbeiter an den Berliner Flughäfen haben sich für einen Streik ausgesprochen. Es ist zwar noch nicht aller Tage Abend: Die Tarifkommission der Gewerkschaft ver.di wird Morgen Dienstag im Rahmen ihrer Sitzung entscheiden, ob es zum Streik kommt oder nicht. Eine Streikabwendung ist nur denkbar, falls die Arbeitgeber auf die Forderungen des Bodenpersonals eingehen.

Ist das nicht der Fall, werden die Berliner Flughäfen am Mittwoch lahmgelegt. Mit zahllosen Konsequenzen für die ITB-Reisenden. Dem Vernehmen nach haben sich diverse Schweizer ITB-Fachbesucher bereits einen Plan B zugelegt und entweder umgebucht zu einer Flug/Zug-Kombi-Anreise, oder einfach eine Zugreise dazugebucht «für den Fall».

Wie stellt sich die ITB selber dem drohenden Chaos? Travelnews.ch hat bei Sprecherin Julia Wegener nachgefragt: «Wir sind vorbereitet und  haben bereits Massnahmen zur Minimierung der Auswirkungen bei möglichen Warnstreiks des Bodenpersonals bei den Berliner Flughäfen ergriffen und haben unsere Fachbesucher und Aussteller über Newsletter entsprechend informiert.» Auf der Website der ITB Berlin findet sich ein Ticker mit einem Link zu aktuellen Informationen der Berliner Flughäfen – wobei dort aktuell noch nicht viel Relevantes zu finden ist. In einem zweiten Ticker klärt die ITB Berlin ihre Besucher mit Hinweisen auf www.itb-berlin.de/anreise oder www.itb-berlin.com/travel über Anreisemöglichkeiten auf. Auch in den sozialen Kanälen Facebook und Twitter erhalten Reisende aktuelle Hinweise zur ITB Berlin.

Alternative mit Bahn oder PW...

«Reisenden aus dem In- und Ausland empfehlen wir, sich selbstständig bei ihren Fluggesellschaften auf dem Laufenden zu halten, um gegebenenfalls auf andere Verkehrsmittel wie Zug, Bus oder Auto umzusteigen», erklärt Wegener und verweist gleichzeitig auf Spezialangebote im Rahmen der ITB. Mit dem ITB Berlin-Veranstaltungsticket der Deutschen Bahn etwa reisen Besucher von jedem DB-Bahnhof für 49,50 Euro (pro Weg) in der 2. Klasse oder in der 1. Klasse für 79,50 Euro nach Berlin. Das vollflexible Ticket ist für die einfache Fahrt in der 2. Klasse für 69,50 Euro und in der 1. Klasse für 99,50 Euro zu haben. Das Veranstaltungsticket ist gültig zwischen dem 6. und 14. März 2017. Mehr Informationen zum Veranstaltungsticket sind telefonisch unter +49 (0)1806 – 99 66 44 oder online unter www.bahn.de erhältlich.

Besucher mit Auto oder Mietwagen können vom 8. bis 12. März das ICC Parkhaus oder den Parkplatz Olympiastadion nutzen. Von dort gelangt man bequem mit dem Bus-Shuttle M1 zum Eingang Süd der Messe Berlin.

... oder mit Bussen

Der Fernbus-Anbieter FlixBus bietet zudem Messebesuchern einen Rabatt von 25 Prozent auf die An- und Abreise. Im Preis sind neben der WLAN-Verbindung im Bus auch eine Sitzplatzgarantie inkludiert, Snacks und Getränke sind separat zu bezahlen. Die Haltestelle ZOB Berlin befindet sich direkt neben der Messe. Weitere Informationen sind telefonisch unter +49 (0) 30 – 300 137 137 erhältlich.

Zur ITB Berlin können Besucher auch verschiedene Bus-Shuttle nutzen, die sie schnell und kostenfrei zum Messegelände bringen. Folgende Linien verkehren zur diesjährigen Messe: Der Bus-Shuttle M1 fährt vom Parkplatz Olympiastadion bis zum Eingang Süd der Messe Berlin. Der City-Shuttle Linie A bringt Besucher von der Haltestelle Unter den Linden/Friedrichstrasse zum Eingang Süd. Der City Shuttle Linie B startet vom Wittenbergplatz Richtung Eingang Süd. Die Bustransfers zu den am Shuttle-Service teilnehmenden Hotels sind ebenfalls sichergestellt.

Wegener weist darauf hin, dass Fachbesucher als Ausweichtermin auch das Wochenende nutzen können. Dies dürfte allerdings der letzte Strohhalm sein, sind doch die knallvollen Publikumstage bei Fachbesuchern eher unbeliebt, und zahlreiche Aussteller dann schon abgereist. Die ITB-Sprecherin glaubt jedenfalls, dass dank der rechtzeitigen Reaktion der Messe und den frühzeitigen Warnungen in den Meiden auch ein Streik nur kleine Auswirkungen auf den Verlauf der Messe haben könnte: «Wir sind zuversichtlich und erwarten wieder über 100‘000 Fachbesucher.»

(JCR)