Trips & Travellers
Touristin schmuggelt 40 Kilo Sardinien-Sand – Panik-Flug über Kolumbien
Kein Anspruch auf Hahnenwasser im Restaurant
Eine Touristin hat sich in Italien bis vor den Obersten Gerichtshof geklagt, nachdem ihr in einem Hotelrestaurant in den Dolomiten wiederholt ein Glas Leitungswasser verweigert worden war. Die Frau verbrachte Ende 2019 Ferien in einem Fünfsternehotel im Südtiroler Skiort Corvara in Badia und hatte Halbpension gebucht. Getränke waren jedoch nicht inbegriffen. Statt Hahnenwasser erhielt sie laut Medienberichten jeweils eine Flasche Mineralwasser für sieben Euro auf den Tisch gestellt. Die Frau argumentierte vor Gericht, Wasser sei ein «universelles Menschenrecht» und müsse zumindest in einer grundlegenden Menge kostenlos angeboten werden. Zudem verlangte sie 2700 Euro (umgerechnet knapp 2500 Franken) Entschädigung für den erlittenen Ärger und den emotionalen Schaden. Italiens oberste Richter entschieden jedoch zugunsten des Hotels: Restaurants seien nicht verpflichtet, Leitungswasser zu servieren. (Gelesen im «Spiegel»)
Trotz Verbot: Touristen erklimmen Kultstätte in Mexiko
Mitten vor hunderten Besucherinnen und Besuchern haben zwei Touristen die Maya-Pyramide in Chichén Itzá erklommen – obwohl das seit Jahren strikt verboten ist. Videos auf Social Media zeigen die Männer auf dem mehr als 1000 Jahre alten Bauwerk, während unten bereits Sicherheitskräfte und Mitglieder der Nationalgarde warten. Der Aufstieg auf die historische Pyramide ist seit 2008 untersagt, um die empfindliche Unesco-Welterbestätte zu schützen und Unfälle zu verhindern. Hintergrund des Verbots ist unter anderem ein tödlicher Sturz einer US-Touristin im Jahr 2006. Chichén Itzá gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Mexikos und zieht jährlich Millionen Reisende an. Den beiden Männern drohen nun hohe Geldstrafen und weitere rechtliche Konsequenzen. (Gesehen in der «Bild»)
Touristin schmuggelt 40 Kilo Sardinien-Sand
Eine französische Touristin ist auf Sardinien mit rund 40 Kilogramm Sand, Kieselsteinen und Muscheln erwischt worden. Die 69-Jährige wurde im Hafen von Porto Torres kontrolliert, als sie nach Ferien auf der Insel auf eine Fähre nach Toulon einschiffen wollte. Nach Angaben der italienischen Zollbehörden stammten der feine Sand und die weissen Steine von dem Strand Le Saline bei Stintino im Norden Sardiniens. Die Mitnahme von Sand, Kieseln und Muscheln von den Stränden ist nach einem Regionalgesetz aus dem Jahr 2017 verboten. Die Frau muss nun mit einer Geldstrafe von bis zu 3000 Euro (rund 2700 Franken) rechnen. Das beschlagnahmte Material soll an den Strand zurückgebracht werden. Zahlreiche Touristinnen und Touristen entwenden jedes Jahr Sand und Muscheln als Souvenir und schaden damit der Umwelt. Die hohen Strafen sollen das verhindern. (Gelesen bei «Nau.ch»)
Schreiende Passagiere wegen Turbulenzen
An Bord eines Fluges der kolumbianischen Airline Avianca spielten sich dramatische Szenen ab, nachdem das Flugzeug gleich zwei Landeversuche abbrechen musste. Die Maschine war auf dem Weg in die Andenstadt Pasto, deren Flughafen als einer der schwierigsten Kolumbiens gilt. Wegen dichtem Nebel, starken Winden und schlechter Sicht gelang es dem Airbus A320 nicht, sicher zu landen. Videos aus der Kabine zeigen weinende und betende Passagiere, während einige Reisende mit Übelkeit und Panikattacken kämpften. Nach dem zweiten Fehlversuch entschied sich die Crew, aus Sicherheitsgründen zurück nach Bogotá zu fliegen. Erst Stunden später konnte die Maschine bei besseren Wetterbedingungen sicher in Pasto landen. Verletzt wurde niemand, doch viele Passagiere standen nach der nervenaufreibenden Reise unter Schock. Die Airline betonte später, abgebrochene Landungen seien bei gefährlichen Wetterlagen ein normaler Teil der Sicherheitsprotokolle. (Gelesen in der «New York Post»)
Kreuzfahrt endet mit verbrannten Füssen und Millionenklage
Ein Feriengast verklagt die Kreuzfahrtreederei Carnival Corporation auf fünf Millionen Dollar (umgerechnet knapp vier Millionen Franken) Schadenersatz, nachdem er sich auf einem Pooldeck schwere Verbrennungen zugezogen haben soll. Der Mann aus Florida war im Mai 2025 an Bord der Carnival Magic unterwegs, als er laut Klageschrift barfuss wenige Schritte über das Sonnendeck lief. Dabei habe sich die Oberfläche des Decks derart aufgeheizt, dass er innert Sekunden Verbrennungen zweiten Grades an beiden Füssen erlitt. Die Klage wirft der Reederei vor, Passagiere nicht ausreichend vor den extrem heissen Bodenflächen gewarnt zu haben. Zudem soll Carnival seit Jahren von ähnlichen Vorfällen auf mehreren Schiffen gewusst haben. Der Kläger spricht von starken Schmerzen, Infektionen und weiteren notwendigen medizinischen Behandlungen. Carnival wollte den Fall wegen des laufenden Verfahrens nicht kommentieren. (Gelesen bei «ABC News»)