Trips & Travellers
So reisen die Schweizer im Jahr 2026
Die internationale Lage beeinflusst das Sicherheitsgefühl beim Reisen spürbar. Laut Reisebarometer des Touring Club Schweiz (TCS) stufen aktuell 33 Prozent der Befragten Auslandreisen als eher unsicher ein. Im Vorjahr waren es noch 19 Prozent. Nur im Pandemiejahr 2021 lag dieser Wert höher.
Trotzdem bleibt die Reiselust hoch. 84 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer haben 2025 eine Auslandreise mit mindestens drei Übernachtungen unternommen. Gleichzeitig ist der Anteil der Personen, die gar nicht reisen, von 19 auf 9 Prozent gesunken.
Sicherheitsgefühl wird wichtiger
38 Prozent reisen gleich viel wie früher, 11 Prozent sogar häufiger, während 40 Prozent ihr Reiseverhalten reduziert haben. Damit zeigt sich eine Stabilisierung der Reiselust, die in den ersten Jahren nach der Corona-Pandemie von einem Nachholeffekt geprägt war.
Sicherheit ist für viele zum zentralen Faktor geworden: 89 Prozent nennen sie als wichtigsten Aspekt bei Reisen. Entsprechend gefragt sind verlässliche Informationen, Sicherheitshinweise sowie gute Kommunikationsmöglichkeiten für medizinische Beratung aus der Schweiz.
Auch die Wahl der Destination verändert sich. Zwei Drittel der Befragten geben an, dass politische Instabilität ihre Reiseplanung beeinflusst. Europa profitiert davon deutlich.
Insbesondere Länder ausserhalb der direkten Nachbarschaft sowie klassische Ferienziele wie Spanien und Portugal gewinnen gemäss TCS-Barometer an Beliebtheit, während Nordamerika an Attraktivität verliert.
Beim Verkehrsmittel zeigt sich ebenfalls ein Wandel. Das eigene Auto liegt mit 51 Prozent nur noch gleichauf mit dem Flugzeug (51 Prozent) und knapp vor dem Zug (50 Prozent). 2023 war das Auto noch mit 67 Prozent klar die erste Wahl.