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Zum Abschlussbild versammelten sich die Gewinner der Premierenveranstaltung auf der Bühne des Kitzhof Mountain Design Resort. Bild: ABR-Pictures / Frank Rollitz

«101 Best Hotels»: So lief die erste Preisverleihung in Österreich

Eine Premiere mit grossen Namen, bewegenden Momenten und überraschenden Auszeichnungen: Im Kitzhof Mountain Design Resort Kitzbühel wurden erstmals die 101 besten Hotels Österreichs und Südtirols gekürt.

Wer die besten Hotels Österreichs und Südtirols erstmals auf einer gemeinsamen Bühne auszeichnet, braucht einen Ort, der selbst für erstklassige Hotellerie steht. Kitzbühel erfüllt diese Voraussetzung wie kaum eine andere Destination im Alpenraum. Im Kitzhof Mountain Design Resort feierte das neue Ranking «101 Best Hotels Austria & South Tyrol» nun seine Premiere.

Für Wolfgang Greiner war die 101 Grande Soirée zugleich eine Premiere in eigener Sache. Der neue CEO der ISLE AG (Institute for Service and Leadership Excellence), unter deren Dach die Marke «101 Best» und ebenfalls «Fine Hotels ntv» beheimatet ist, absolvierte seinen ersten offiziellen Auftritt.

Er übernehme ein «gemachtes Bett», sagte Greiner mit einem Augenzwinkern – und machte zugleich deutlich, dass er sich darauf keineswegs ausruhen wolle. Vor allem die Internationalisierung und Digitalisierung des Rankings sollen unter seiner Führung vorankommen. Carsten K. Rath hat gemeinsam mit seinem Sohn David «101 Best» ins Leben gerufen und bleibt dem Unternehmen als Chairman verbunden.

«101 Hotel of the Year 2027 Austria & South Tyrol» wurde das Sacher Wien. Bild: Hotel Sacher

Im Mittelpunkt des Abends standen jedoch die besten Hotels Österreichs und Südtirols sowie jene Persönlichkeiten, die die Branche über Jahrzehnte geprägt haben. Zum «101 Hotel of the Year 2027 Austria & South Tyrol» wurde das Hotel Sacher Wien gekürt.

Preisträger unter sich: Matthias Winkler (l.) und Balthasar Hauser. Bild: ABR-Pictures/Frank Rollitz

Dessen CEO Matthias Winkler erhielt zugleich die Auszeichnung «101 ICON Hotelier of the Year Austria» und hielt unmittelbar nach seiner Ehrung die Laudatio auf eine weitere Größe der Branche: Balthasar Hauser, der den «101 Icon Hotelier of the World – Lifetime Achievement Award» sichtlich gerührt entgegennahm.

Pionier der alpinen Ferienhotellerie

Hauser gehört zu den grossen Pionieren der alpinen Ferienhotellerie. Aus dem Stanglwirt in Going am Wilden Kaiser formte er über Jahrzehnte ein international bekanntes Luxusresort, das seinen bäuerlichen Ursprung nie verleugnete. Lange bevor Nachhaltigkeit zum festen Bestandteil der Hotelkommunikation wurde, setzte er auf ökologische Bauweisen, regionale Kreisläufe und einen respektvollen Umgang mit der Natur.

Dass er sich selbst bis heute eher als Bauer und Gastwirt denn als Hotelier versteht, machte er auch in seiner bewegenden Dankesrede deutlich. Die wertvollste Gelegenheit sei jene zur Dankbarkeit, sagte Hauser – und richtete diese vor allem an seine Familie. Ein bemerkenswerter Moment an einem Abend, an dem es ansonsten naturgemäß vor allem um Auszeichnungen und Spitzenleistungen ging.

Konrad Hocker-Scholler (l.) bekam seinen Preis von Ingo C- Peters überreicht. Bild: ABR-Pictures/Frank Rollitz

Für einen besonderen Schweizer Akzent sorgte Konrad Hocker-Scholler vom The Chedi Andermatt. Der 33-jährige Director of Rooms wurde als «101 Next Generation Hotelier of the Year 2027» ausgezeichnet; überreicht wurde ihm der Preis von Ingo C. Peters, dem langjährigen Direktor des Hamburger Hotel Vier Jahreszeiten. Hocker-Scholler, einst deutscher Juniorenmeister im Paarlauf, steht für eine neue Generation von Führungskräften, die technologische Innovation und persönliche Gastfreundschaft zusammendenken. «Ich baue Systeme, damit Herzlichkeit skaliert», sagte er kürzlich den «101 Best».

Eine bemerkenswerte Konstellation ergibt sich zudem in Andermatt: Sein Vorgänger als Preisträger, Thomas Goval, ist seit September General Manager des The Chedi. Damit arbeiten gleich zwei aufeinanderfolgende «101 Next Generation»-Gewinner unter einem Dach.

Gastgeber der Premierenveranstaltung waren Ursula Schelle-Müller und Dieter Müller sowie General Manager Johannes Mitterer (r.). Bild: ABR-Pictures/Frank Rollitz

Auch die Gästeliste spiegelte die Bedeutung der Premiere wider. Rund 200 Vertreter aus Hotellerie, Tourismus, Wirtschaft und Medien waren ins Kitzhof Mountain Design Resort gekommen, darunter ÖHV-Präsident Walter Veit, die österreichischen Gault&Millau-Herausgeber Martina und Karl Hohenlohe, Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer der Prodinger Tourismusberatung, sowie Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises.

Und natürlich Ursula Schelle-Müller und Dieter Müller, Inhaber des Kitzhofs, die einst die Hotelkette «Motel One» gründeten. Sie alle konnten sich ein Bild von der beeindruckenden Vielfalt und Qualität der österreichischen und Südtiroler Spitzenhotellerie machen. Neben dem Gesamtsieger Hotel Sacher Wien wurden die Erstplatzierten in zehn Kategorien besonders hervorgehoben. Die Sieger im Überblick – sechs aus Österreich, vier aus Südtirol:

Alpine Architektur und Naturerlebnisse bietet das COMO Alpina Dolomites. Bild: COMO Alpina Dolomites/Martin Morrell

101 Luxury Alpine Resort of the Year – COMO Alpina Dolomites: Auf der Seiser Alm setzt das Resort auf alpine Architektur, Naturerlebnisse und die internationale Wellnessphilosophie von COMO.

101 Luxury City Palais of the Year – Rosewood Vienna: Das historische Bankgebäude am Petersplatz gehört heute zu den exklusivsten Hoteladressen der Wiener Innenstadt.

101 Luxury Culinary Hotel & Resort of the Year – Hotel Almhof Schneider: Das familiengeführte Haus in Lech am Arlberg hat sich auch mit seiner ambitionierten Gastronomie einen Namen gemacht.

101 Luxury Design & Architecture Resort of the Year – Kitzhof Mountain Design Resort: Der Gastgeber der Preisverleihung wurde für seine zeitgemäße Interpretation traditioneller Tiroler Baukultur ausgezeichnet.

Das Kitzhof Mountain Design Resort war zugleich Austragungsort der Premierenveranstaltung in Kitzbühel. Bild: Kitzhof Mountain Design Resort/Nadine Rupp

101 Luxury Family Resort of the Year – Das Edelweiss Salzburg Mountain Resort: Das Resort in Grossarl bietet ein umfangreiches Freizeit- und Wellnessangebot für unterschiedliche Generationen.

101 Luxury Hideaway of the Year – Rosewood Schloss Fuschl: Das historische Schloss am Fuschlsee steht für einen ebenso abgeschiedenen wie exklusiven Rückzugsort.

101 Luxury Lifestyle Hotel & Resort of the Year – Aman Rosa Alpina: Das traditionsreiche Haus in St. Kassian wurde als Aman-Resort neu positioniert.

101 Luxury Nature Hotel & Resort of the Year – Villa Eden: Das Meraner Refugium setzt auf Ruhe, persönliche Betreuung und einen ausgeprägten Gesundheitsansatz.

101 Luxury Spa & Health Resort of the Year – Adler Spa Resort Balance: Im Südtiroler St. Ulrich stehen individuelle Gesundheitsprogramme und ganzheitliches Wohlbefinden im Mittelpunkt.

101 Luxury Wellness Resort of the Year – Alpenresort Schwarz: Das familiengeführte Resort am Mieminger Plateau zählt mit seiner weitläufigen Spa-Landschaft zu den etablierten Wellnessadressen Österreichs.

Die «leisen Sieger»

Bei aller Aufmerksamkeit für die großen Hotelnamen geriet eine andere Gruppe von Preisträgern keineswegs in Vergessenheit: die «leisen Sieger». Menschen, deren Arbeit oft abseits des Rampenlichts stattfindet und die dennoch entscheidend dazu beitragen, dass aus einem guten Hotel ein herausragendes wird. Auch sie wurden auf der Bühne des Kitzhofs gewürdigt:

101 Talent Manager of the Year: Kevin Seizinger, Interalpen-Hotel Tyrol

101 Restaurant Manager of the Year: Manuel Ravanelli, Villa Eden

101 Front Office Manager of the Year: Anja Knittelfelder, Park Hyatt Vienna

101 Chef of the Year: Daniel Sanin, Vigilius Mountain Resort

101 Sommelier of the Year: Matteo Lattanzi, Quellenhof Luxury Resort Passeier

101 Patissier of the Year: Damian Höller, Design- & Wellnesshotel Bergland Sölden

101 Housekeeping Manager of the Year: Kristina Ciapaite, Hotel Castel

101 Bar Manager of the Year: Andreas Pan, Seeleiten Lake Spa Hotel

Von dieser Premiere in Kitzbühel bleibt mehr als eine lange Liste ausgezeichneter Hotels und Persönlichkeiten. Sie hat gezeigt, wie vielfältig sich die Spitzenhotellerie Österreichs und Südtirols heute präsentiert – und wie sehr ihr Erfolg von Menschen abhängt, die ihre Arbeit mit Überzeugung und Leidenschaft machen. Die grosse Bühne gehörte ihnen allen.

(TN)