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So sieht die neue Luxusklasse des Shinkansen aus
Japans Hochgeschwindigkeitszüge gelten seit Jahrzehnten als Synonym für Pünktlichkeit, Komfort und Effizienz. Nun heben die Betreiber den Reisekomfort auf ein neues Niveau: Ab dem 1. Oktober 2026 führen Central Japan Railway (JR Central) und West Japan Railway (JR West) in ausgewählten Shinkansen-Zügen die neue Supreme Class ein.
Herzstück des Angebots sind private Suiten mit abschliessbaren Türen, individuell regulierbarer Klimaanlage, anpassbarer Beleuchtung und eigenem WLAN. Die Abteile sollen ein Reise-Erlebnis bieten, das an die First Class im Flugzeug erinnert.
Geplant sind zunächst rund zwölf Züge pro Tag mit den neuen Kabinen. Bis Ende Jahr soll das Angebot auf etwa 30 Verbindungen ausgebaut werden. Langfristig wollen die Bahngesellschaften die Supreme Class bis Ende 2028 in rund 30 Prozent aller Tokaido-Shinkansen integrieren.
Die neuen Bereiche werden in zwei Varianten angeboten: Eine grosszügigere Suite mit Sofa und Platz für bis zu zwei Personen sowie eine kompaktere Version für Alleinreisende. Letztere kommt im Nozomi-Shinkansen zwischen Tokio und Nagoya zum Einsatz. Der Fahrpreis beginnt dort bei 32’440 Yen (rund 160 Franken). Für die grössere Kabine werden 47’060 Yen (rund 235 Franken) fällig. Die Begleitperson benötigt zusätzlich ein reguläres Zugticket.
Ab April kommenden Jahres sollen zudem halbprivate Suiten mit abschliessbaren Schiebetüren folgen. Diese sind nicht vollständig geschlossen, bieten aber mehr Raum und Sichtschutz. Besonderes Detail: Die Sitze sind so konstruiert, dass zurückgestellte Rückenlehnen den Platz der dahinter sitzenden Reisenden nicht beeinträchtigen.