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Steht bei Booking.com seit April 2016 an der Spitze: Gillian Tans. Bild: HO

Booking.com fordert europaweit einheitliche Regelungen

Die neue Booking.com-Chefin Gillian Tans geht in die juristische Offensive.

Das Hotelportal Booking.com fordert einheitliche Bedingungen für das Vermittlungsgeschäft in Europa. "Für uns ist sehr wichtig, dass wir in allen Ländern Europas in derselben Art und Weise arbeiten können", sagt Gillian Tans, Vorstandschefin von Booking.com, der "Süddeutschen Zeitung". Dies sei nach der Entscheidung des Bundeskartellamts, das dem Unternehmen die sogenannte Bestpreis-Regel untersagt hatte, aber nicht gegeben. "Wir wollen einheitliche Regelungen für ganz Europa und weltweit. Viele Wettbewerbsbehörden sehen den Fall nicht so streng wie das Bundeskartellamt", sagte Tans, die das Unternehmen seit Ende April führt.

Das deutsche Bundeskartellamt hatte Ende Dezember 2015 Booking.com die Praxis untersagt, dass die Hotels dem Online-Portal immer die günstigsten Preise anbieten müssen. Das verstosse gegen den freien Wettbewerb. "Der Kunde wird durch unsere Bestpreis-Regelungen nicht benachteiligt. Der Preis ist ein sehr wichtiges Element in unserem Angebot", sagt dazu Konzernchefin Tans. Das Unternehmen musste nach der Untersagung die Klauseln in Deutschland im Januar streichen, will sich aber nicht geschlagen geben. "Booking geht juristisch gegen die Entscheidung vor, aber das kann natürlich länger dauern, vielleicht bis zu zwei Jahre", sagt Tans weiter.

In der Schweiz dürfen die Preisparitäts- und Verfügbarkeitsgarantien, welche die Online-Buchungsplattformen von den Schweizer Hotels fordern, in den AGB von Booking.com zum Teil verankert bleiben.

(AWP)