Tourismuswelt

Kreuzfahrt-Touristen sorgten diese Woche für Ärger im norwegischen Städtchen Honningsvåg, als sie sich um einen Friedhof drängten, auf dem gerade eine Beerdigung stattfand. Bild: HBarrison

Wollüstiger Delfin belästigt Badegäste – Kreuzfahrt-Touristen stürmen Beerdigung

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Sexuell frustrierter Delfin sorgt für Strand-Sperre in Frankreich

Was tun, wenn die Lust nach Sex zwar da ist, aber keiner, mit dem man sie ausleben kann? So ergeht es derzeit wohl dem Delfin Zafar, welcher in der Bucht der französischen Stadt Brest seine Bahnen zieht. Sein Liebeshunger ist offenbar so gross, dass er sich mittlerweile gar an Strandbesucher und Boote heranmacht. Anfangs hatten sich die Badegäste noch über den zutraulichen Delfin gefreut. Man konnte ihn berühren und sich an seiner Rückenflosse durchs Wasser ziehen lassen. Aber mittlerweile überwiegt die Angst vor seinen unsanften Annäherungsversuchen, weshalb die Behörden den Strand von Landévennec kurzerhand gesperrt haben. (Gelesen bei der Westen) 

Flugzeugturbine wirbelt 12-jährigen Briten durch die Luft

Sich hinter startende Flugzeuge zu stellen, um sich bei deren Start ordentlich durchschütteln zu lassen – das ist auf der griechischen Ferieninsel Skiathos eine beliebte «Touristenattraktion». Ein 12-jähriger Brite hat die gefährliche Aktion jedoch beinahe mit seinem Leben bezahlen müssen. Zusammen mit seinem Vater stand er vergangene Woche am Zaun des Alexandros Papadiamantis Airport, um die Attraktion hautnah mitzuerleben. Als ein Airbus A320 zum Abheben beschleunigte, wurde der Junge durch die Kraft der Turbinen knapp zehn Meter durch die Luft geschleudert. Nur knapp neben – für ihn wahrscheinlich tödlichen – Steinen ist der Sprössling dann im Sand gelandet – was ihm wahrscheinlich das Leben rettete. (Gelesen bei Greek Reporter) 

Bienen-Invasion am Times Square

Ein riesiger Bienenschwarm kaperte am Dienstag (28. August) einen Hotdog-Stand an der Ecke Broadway und West 43rd Street am New Yorker Times Square. Die Bienen suchten laut Officer Darren Mays, einem offiziellen Imker der New Yorker Polizei, nach einem neuen Zuhause, um der drückenden Hitze zu entkommen. Das Spektakel inklusive der zwei angerückten Imker-Polizisten sorgte für einen kleinen Touristenauflauf. Die Imker-Polizisten erschienen in voller Schutzausrüstung und saugten die rund 25‘000 Bienen während 45 Minuten behutsam mit einem Spezialgerät ab. Die Strasse wurde gesperrt, bis die Bienen sicher in einer Kiste verstaut und in einem Polizeiauto zu einer Imkerstation nach Long Island gefahren wurden. (Gelesen bei CNN)

Flieger landet mit 53 Stunden Verspätung

Dass sich Flüge verspäten, ist ganz normal. Dass es letztlich aber mehr als zwei Tage dauert, bis der gebuchte Flieger endlich abhebt, ist dann doch nicht alltäglich. Genau das haben aber rund 150 Passagiere einer Maschine der deutschen Billig-Airline Small Planet am Flughafen der griechischen Insel Rhodos erfahren müssen. Eigentlich hätten sie am Sonntagabend um 23.00 Uhr nach Paderborn-Lippstadt aufbrechen müssen. Eigentlich. Tatsächlich traf die Maschine erst am Mittwochmorgen um 04.00 Uhr auf dem deutschen Flughafen ein – also mit gut 53 Stunden Verspätung. Grund dafür sei vermutlich ein Vogelschlag gewesen. (Gelesen bei Westfalenpost)

Kreuzfahrt-Touristen stürmen Beerdigung

Kreuzfahrt-Touristen sorgten Anfang des Monats für Ärger im norwegischen Städtchen Honningsvåg, das nur 40 Kilometer vom Nordkap entfernt liegt: Die Besucher drängten sich um einen Friedhof, auf dem gerade eine Beerdigung stattfand. Sie filmten und fotografierten die Trauergemeinde, als diese die Kirche verliess. Die Zustände seien chaotisch gewesen, wie der Leiter der Kirche sagt. Honningsvåg wird täglich von Touristen überrannt: Der Ort zählt 3000 Einwohner, während manche der Kreuzfahrtschiffe 5000 Passagiere beherbergen können. Zwischen der Ankunft der Schiffe und deren Abfahrt gebe es manchmal fast kein Durchkommen mehr im Stadtzentrum: Die nahe dem Nordkap gelegene Gemeinde muss inzwischen mit über 300'000 Besuchern pro Jahr klarkommen, also das 300-fache der Bevölkerungszahl. Die bestürmte Kirche gilt als einziges Gebäude, das den Zweiten Weltkrieg überstanden hat und zieht deshalb die Touristen an. Ein neuer Informationsfilm, der auf den Schiffen gezeigt wird, soll die Kreuzfahrtpassagiere auf ein respektvolles Verhalten gegenüber den Bewohnern sensibilisieren. (Gelesen bei thelocal)

(YEB)