Tourismuswelt

Eine Geburt, ein Rücktritt, eine Ausrasterin und ein Fake

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Geburt über den Wolken

Während eine Fluges der Pakistan International Airlines (PIA) kam diese Woche ein Baby zur Welt. Die Wehen der Mutter hätten mehr als einen Monat zu früh eingesetzt, sagte ein PIA-Sprecherin. Die Eltern, beide Pakistaner, seien auf dem Rückweg von Mekka gewesen. Flight Attendants haben der Mutter geholfen. Das Mädchen sei am Dienstagmorgen gesund zur Welt gekommen. In einem Tweet von PIA hiess es: «Wunder geschehen jeden Tag, und wir hatten unser kleines Wunder heute an Bord des Fluges PK 716 von Medina nach Multan. Ein wunderschönes Mädchen kam zur Welt. Wir gratulieren den stolzen Eltern und zollen unserer Besatzung Respekt für ihre tolle Reaktion auf die Notlage.» (Gelesen im Indian Express)

Ausrasterin war nicht Irina Beller

Weil eine Passagierin keinen Champagner mehr bekam und aggressiv wurde, ist der Pilot eines Airbus A320 ausserplanmässig in Stuttgart (DE) gelandet. Dort erwartete die 44-jährige Schweizerin schon die Polizei. Sie zahlte quasi als Strafe 5000 Euro und wollte dann wieder ins Flugzeug steigen. Doch der Pilot weigerte sich, die Frau mitzunehmen. Nach Polizeiangaben vom Sonntag war das Flugzeug der Airline Swiss am Samstagabend von Moskau nach Zürich unterwegs. Durch die ungeplante Zwischenlandung entstanden mehrere zehntausend Euro Kosten. Ob die Frau das begleichen muss, blieb zunächst unklar. Die anderen 43 Fluggäste und die Crew seien dann weitergeflogen. Die Schweizerin war laut Polizei während des Fluges gegenüber der Crew der Business Class sehr aggressiv. Mehrfach habe sie Champagner verlangt. Als ihr dieser schliesslich verweigert wurde, lief die Frau den Angaben nach im Jet umher und liess sich nicht beruhigen. Sie sei handgreiflich geworden und habe ein Besatzungsmitglied am Handgelenk gezerrt. Das war für den Piloten zuviel - er entschied sich zur Landung. Eine Gefahr für die anderen Passagiere habe nicht bestanden. Jetset-Lady Irina Beller wars übrigens nicht: Sie sagt zu Nau: «Ich war das letzte Mal vor zehn Jahren in Moskau.» (Gelesen auf nau.ch)

Auf Honeymoon vom Hai gebissen

Natürlich soll eine Honeymoon-Reise ein unvergessliches Erlebnis sein. Doch vielleicht hatte sich das frischgebackene US-Ehepaar Sarah und Evan Carroll das etwas anders vorgestellt. Die Ehefrau wurde nämlich von einem Ammenhai gebissen. Das Ganze ist zwar weit weniger dramatisch, als gewisse Medien es portraitiert haben, und Sarah trug ein paar gut verheilende Bissspuren sowie ein Video für die Ewigkeit davon - denn Ehemann Evan sass während der überraschenden und kurzen Attacke an Bord eines Schiffs und filmte seine Frau unter Wasser per an einem Selfie-Stick angemachten Go-Pro. Eine Schrecksekunde war es alleweil. Siehe dazu das folgende Video (mit Ton ansehen...).  [gelesen in ABC News]

Adios Biel Barceló

Der Tourismusminister der Balearen, Biel Barceló, ist zurückgetreten. Der Politiker zog am Mittwochabend die Konsequenzen aus seiner Karibik-Reise, die ihm der Tourismuskonzern Globalia finanziert hatte. Zuvor hatten Vertreter der Partei mehr als zwei Stunden getagt, um sich die Erklärungen von Barceló anzuhören. Barceló wurde in Tourismuskreisen spätestens in diesem Jahr bekannt, als er eine Touristensteuer einführte sowie ein neues Regelwerk für die Vermietung von Ferienwohnungen. «Diese Reise können wir in keiner Weise rechtfertigen", hiess es auch in den eigenen Reihen der linksökologischen Regionalpartei Més per Mallorca. Zunächst noch hatte Barceló zu seiner Verteidigung erklärt, dass es sich bei der bezahlten Reise nicht um einen offiziellen Termin, sondern um eine «Privatreise» handelte – er habe nicht in seiner Funktion als Regierungsvize teilgenommen. (Gelesen in der Mallorca Zeitung)

«The Shed», das beste Tripadvisor-Restaurant

Das Restaurant «The Shed at Dulwich» von Oobah Butler wurde bei Tripadvisor im November als bestes Restaurant in London gelistet. Kleiner Haken: Das Restaurant existiert überhaupt nicht. Mit gefälschten Fotos und einer Fake-Internetseite hat der freiberufliche Autor Tripadvisor an der Nase herumgeführt. Das Restaurant arbeite nur mit Terminvergabe und habe keine offiziellen Öffnungzeiten, heisst es auf der Homepage. Lange sei es privat geführt worden, erst 2017 habe es offiziell eröffnet. Damit wollte Butler dem Restaurant ein exklusives Image verpassen.  Er habe die vermeintlichen Gourmet-Gerichte mit Rasierschaum, Schwämmen, Bleiche und Farbe getürkt und für die Restaurant-Seite appetitlich in Szene gesetzt. In einem Artikel des Magazins Vice gab er den Fake zu. (Gelesen auf Vice)

(TN)