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Die Malediven wollen die neue Margen-Steuer für ausländische Reiseunternehmen nun erst ab April 2027 anwenden. Ursprünglich war der 1. Oktober 2026 als Startdatum geplant. Bild: Unsplash

Malediven verschieben umstrittene Steuer für Reiseveranstalter

Der heftige Widerstand aus der internationalen Reisebranche hat Wirkung gezeigt: Die Malediven verschieben die neue Steuerregelung für ausländische Reiseunternehmen. Die ursprünglich per 1. Oktober eingeführte Regelung soll nun erst ab April 2027 greifen.

Die Regierung der Malediven will die neue Tourism Goods and Services Tax (TGST) für ausländische Reiseveranstalter, Reisebüros und Buchungsplattformen erst ab dem 1. April 2027 erheben. Das kündigte Tourismusminister Mohamed Ameen anlässlich des National Tourism Day an, wie «The Standard Maldives» schreibt.

Die Regelung sieht vor, dass ausländische Anbieter ohne feste Niederlassung auf den Malediven für bestimmte touristische Leistungen der 17-prozentigen TGST unterstellt werden. Die entsprechende Gesetzesänderung war Ende August verabschiedet worden und sah ursprünglich den 1. Oktober 2026 als Starttermin vor.

Schweizer Reisebranche hatte Verschiebung gefordert

Die kurzfristige Einführung hatte unter anderem in der Schweiz Kritik ausgelöst. Der Schweizer Reise-Verband (SRV) setzte sich gemeinsam mit dem europäischen Dachverband ECTAA und weiteren Branchenverbänden für eine Verschiebung um mindestens sechs Monate ein. Gefordert wurden mehr Zeit für die technische und administrative Umsetzung sowie klare Regeln für bereits bestehende Buchungen.

Mit dem neuen Termin erhält die Branche nun genau ein halbes Jahr zusätzlich. Noch ist allerdings Vorsicht angebracht: Auf der Website der maledivischen Steuerbehörde MIRA ist weiterhin die bisherige Gesetzesfassung mit dem Starttermin 1. Oktober 2026 publiziert. Die angekündigte Verschiebung muss daher noch rechtlich umgesetzt werden.

(RSU)