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Aufräumen nach den Unwettern in Katalonien: Die heftigen Regenfälle hinterliessen überschwemmte Strassen, Schlamm und grosse Mengen an beschädigtem Inventar. Bild: Screenshot Youtube / Euronews

Unwetter am Mittelmeer: Das müssen Reisende jetzt wissen

Heftige Unwetter haben in den vergangenen Tagen mehrere beliebte Reiseziele am Mittelmeer getroffen. Travelnews zeigt, wo Reisende aktuell noch mit Einschränkungen rechnen müssen und wie sich das Wetter in den kommenden Tagen entwickelt.

In zahlreichen Kantonen laufen derzeit die Herbstferien. Viele Schweizerinnen und Schweizer zieht es nochmals an die Sonne oder für einen Städtetrip in den Süden. Ausgerechnet jetzt haben Starkregen, Gewitter und Überschwemmungen Teile des Mittelmeerraums getroffen.

Travelnews zeigt, wo es am Wochenende besonders heftig war, wie die Situation aktuell aussieht und wo in den kommenden Tagen mit neuen Unwettern zu rechnen ist.

Spanien

Besonders heftig trafen Unwetter am Wochenende Barcelona und weitere Teile Kataloniens. Der Samstag (3. Oktober) war in der katalanischen Hauptstadt laut Meteocat der regenreichste Tag seit mindestens 20 Jahren. Im Stadtteil Raval fielen bis Mitternacht fast 200 Liter Regen pro Quadratmeter.

Die Wassermassen verursachten massive Probleme. Strassen und Unterführungen wurden überflutet, der Bahnverkehr war zeitweise stark eingeschränkt. Auch am Flughafen Barcelona-El Prat kam es zu Verspätungen und Flugausfällen. Mindestens zwei Menschen kamen in Katalonien im Zusammenhang mit den Unwettern ums Leben.

Am Montagmorgen (5. Oktober) hat sich die Situation in Barcelona merklich beruhigt. Nach Angaben des katalanischen Katastrophenschutzes wurden die Mobilitätsbeschränkungen aufgehoben und auch die Hochwasserwarnungen für die Flüsse zurückgenommen. Im Bahnverkehr können allerdings weiterhin Beeinträchtigungen auftreten. Reisende sollten sich deshalb vor der Fahrt über die aktuelle Betriebslage informieren.

Griechenland

Ebenfalls heftig traf es in den vergangenen Tagen Kreta. Für die Insel galt am Samstag zeitweise die höchste Warnstufe Rot. Später wurde die Warnstufe auf Orange zurückgenommen, die Unwetter hielten jedoch abschnittsweise bis Sonntagmorgen an.

Betroffen waren auch Teile der Dodekanes-Inseln, zu denen unter anderen Rhodos und Kos gehören. Für deren südliche Gebiete galt bis Sonntagmittag eine orange Warnung vor Starkregen und Gewittern. Gleichzeitig fegten über Teile der Ägäis sehr starke nordöstliche Winde.

Die akute Unwetterphase ist inzwischen abgeklungen. Für Reisende auf Kreta können lokal aber noch die Folgen der starken Niederschläge eine Rolle spielen. Bei Ausflügen sollten insbesondere gesperrte oder überflutete Strassen beachtet werden.

Frankreich

Auch der französische Mittelmeerraum geriet am Wochenende in den Einfluss der instabilen Wetterlage. Am stärksten betroffen waren Gebiete nahe der spanischen Grenze, darunter die Départements Pyrénées-Orientales und Aude. Dort bestand wegen Starkregen und möglicher Überschwemmungen erhöhte Gefahr.

Für Ferienreisende ist nun vor allem die weitere Entwicklung interessant. Die Wetterlage über dem westlichen Mittelmeer bleibt wechselhaft, und im Laufe der Woche können neue Tiefdruckgebiete feuchte Luft nach Südfrankreich führen. Reisende in Richtung Languedoc, Provence oder Côte d’Azur sollten deshalb die kurzfristigen Warnungen von Météo-France verfolgen.

Italien

Wer die Herbstferien in Italien verbringt, hatte am Wochenende wesentlich mehr Wetterglück. Ein Hochdruckgebiet sorgte in weiten Teilen des Landes für stabiles, sonniges und für Anfang Oktober ungewöhnlich warmes Wetter. Die Temperaturen lagen teilweise mehrere Grad über dem langjährigen Mittel.

Das dürfte sich nun ändern. Ab Dienstag wird die Atmosphäre instabiler. Zunächst sind unter anderem auf Sardinien sowie an den Regionen der tyrrhenischen Küste Niederschläge und teilweise Gewitter möglich. Auch Sizilien und Kalabrien könnten betroffen sein.

Noch ungemütlicher könnte es zur Wochenmitte werden. Zwischen Mittwoch und Donnerstag soll eine atlantische Störung Italien erreichen. Vor allem an der Westseite des Landes können die Niederschläge kräftiger ausfallen. Für Donnerstag werden lokal intensive Gewitter an den zentralen und südlichen Abschnitten der tyrrhenischen Küste erwartet. Die Prognose ist für die zweite Wochenhälfte allerdings noch mit Unsicherheiten behaftet.

(RSU)