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Betrüger locken mit angeblicher Hotelplan-Rückerstattung
Mit gefälschten Reisebestätigungen versuchen Kriminelle derzeit, an Kreditkartendaten von Reisenden zu gelangen. Dabei landet eine unerwartete Buchungsbestätigung im Namen von Hotelplan im E-Mail-Postfach – obwohl gar keine Reise gebucht wurde. Genau mit diesem Schreckmoment versuchen Betrüger bei einer aktuellen Phishing-Masche, ihre Opfer auf eine gefälschte Website zu locken, wie die Schweizer Cybercrime-Polizei warnt.
In der Reisebestätigung befindet sich eine Schaltfläche mit der Aufschrift «Buchungsdetails ansehen». Wer darauf klickt, gelangt jedoch nicht zu Hotelplan, sondern auf eine gefälschte Website, die mit dem Namen und Logo des Schweizer Reiseveranstalters gestaltet ist.
Vermeintliche Rückerstattung wird zur Kostenfalle
Auf der Fake-Website erscheint zunächst eine angebliche Sicherheitsprüfung. Anschliessend wird den Betroffenen eine bereits bezahlte Hotelbuchung angezeigt. Gleichzeitig bietet die Seite die Möglichkeit, diese zu stornieren und eine Rückerstattung zu beantragen.
Genau hier beginnt der eigentliche Betrug. Um das vermeintlich bereits bezahlte Geld zurückzuerhalten, sollen die Betroffenen ihre Kreditkartendaten eingeben. Diese landen jedoch direkt bei den Betreibern der gefälschten Website.
Damit ist die Masche noch nicht beendet. In einem weiteren Schritt sollen die Opfer eine Zahlungsanfrage in ihrer Banking-App bestätigen oder einen sogenannten OTP-Code eingeben. Was als notwendige Bestätigung für die Rückerstattung dargestellt wird, dient in Wirklichkeit dazu, eine Zahlung freizugeben. Wer die Anfrage bestätigt oder den Code übermittelt, autorisiert damit eine Belastung der Kreditkarte.
Die Cybercrime-Polizei empfiehlt, verdächtige E-Mails nicht weiter zu bearbeiten und keine darin enthaltenen Links anzuklicken. Potenzielle Betrugsnachrichten können an feedback@cybercrimepolice.ch weitergeleitet und anschliessend gelöscht beziehungsweise in den Spam-Ordner verschoben werden.
Grundsätzlich sollten sensible Daten nicht über Links eingegeben werden, die per E-Mail, SMS oder andere Nachrichten zugestellt wurden. Bestehen Zweifel an einer Buchungsbestätigung, empfiehlt es sich, das betreffende Reiseunternehmen über dessen offizielle Kontaktmöglichkeiten direkt zu kontaktieren.
Wer seine Kreditkartendaten bereits auf der gefälschten Website eingegeben oder eine Zahlungsanfrage bestätigt hat, sollte umgehend sein Finanzinstitut kontaktieren und die betroffene Karte sperren lassen. Die Cybercrime-Polizei empfiehlt zudem, nach telefonischer Voranmeldung bei der zuständigen Kantonspolizei Anzeige zu erstatten.