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Am Flughafen Fuerteventura ist der Mangel an Fluglotsen besonders ausgeprägt. Die Gewerkschaft USCA warnt mit Blick auf die bevorstehende Hochsaison vor möglichen Engpässen. Bild: Aena

Personalmangel bei Fluglotsen auf den Kanaren

An mehreren Flughäfen der Kanarischen Inseln könnte der Mangel an Fluglotsen in der bevorstehenden Hochsaison zu Engpässen führen. Die zuständige Gewerkschaft warnt angesichts steigender Flugzahlen neben betrieblichen Problemen auch vor möglichen Auswirkungen auf die Flugsicherheit.

Auf mehreren Flughäfen der Kanarischen Inseln drohen in der bevorstehenden Hochsaison Engpässe bei der Flugsicherung. Das berichtet das Branchenportal «Reise vor 9». Nach Angaben der spanischen Fluglotsengewerkschaft USCA fehlt es auf Lanzarote, Fuerteventura, La Palma und El Hierro an Personal. Besonders angespannt sei die Situation auf Lanzarote und Fuerteventura.

Auf Lanzarote sind derzeit zwölf Fluglotsen im Einsatz, fünf weniger als früher unter öffentlicher Verwaltung. Auf Fuerteventura sank die Zahl von fünfzehn auf zehn. La Palma verfügt laut USCA über acht Lotsen, El Hierro über sechs.

Dort führte der Personalmangel bereits zu verkürzten Betriebszeiten. Flughafenbetreiber Aena kündigte daraufhin Sanktionen gegen den privaten Flugsicherungsanbieter Saerco an, der für alle vier Flughäfen zuständig ist.

Mehr Flugverkehr verschärft die Lage

Kurzfristige Verstärkung ist laut Gewerkschaft kaum möglich, da Auswahl und Ausbildung neuer Fluglotsen Zeit benötigen. Gleichzeitig nimmt der Flugverkehr weiter zu: Im Juli wurden auf den Kanaren 37'063 Flüge abgewickelt, 3,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Für die bevorstehende Wintersaison rechnet USCA mit einem nochmals höheren Verkehrsaufkommen. Die Gewerkschaft warnt deshalb nicht nur vor betrieblichen Engpässen, sondern sieht bei anhaltendem Personalmangel auch mögliche Auswirkungen auf die Flugsicherheit.

(RSU)