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Ab 2026 verlangt Venedig an 60 Tagen Eintritt von Tagesgästen. Hotelgäste bleiben von der Gebühr ausgenommen. Bild: Adobe Stock

Venedig weitet Eintritt aus

Venedig erweitert die umstrittene Eintrittsgebühr für Tagesgäste: 2026 wird sie an 60 Tagen fällig – so oft wie noch nie. Ziel ist es, den Massentourismus besser zu steuern, doch Kritiker zweifeln an der Wirkung.

Venedig wird auch nächstes Jahr Eintritt kosten – sogar häufiger als bisher. Die Lagunenstadt im Norden Italiens will 2026 an 60 Tagen zwischen Anfang April und Ende Juli Tagesgäste zur Kasse bitten, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Damit geht die umstrittene Regelung bereits in die dritte Saison.

In diesem Jahr wurden zu bestimmten Terminen zwischen fünf und zehn Euro fällig, wenn man sich tagsüber für ein paar Stunden in den Gassen rund um Markusplatz und Rialtobrücke aufhalten wollte. Was der Eintritt künftig kosten soll, lässt die Stadt bislang noch offen. Vermutet wird, dass es teurer wird.

Auftakt für die nächste Runde ist am 3. April 2026, letzter Zahltermin der 26. Juli. In diesem Jahr registrierten sich mehr als 720'000 Tagesgäste, was der Stadt etwa 5,4 Millionen Euro (gut fünf Millionen Franken) in die Kassen brachte. Offiziell ist die Regelung immer noch in einer Testphase.

Die Gebühr soll helfen, den Massentourismus in der Stadt mit den vielen Kanälen und Palästen besser zu steuern. Im ersten Jahr wurde sie an 29 Tagen fällig, dann an 54. Nächstes Jahr werden es also 60 Tage sein. Kritiker wenden ein, dass der Eintritt kaum jemanden davon abhält, nach Venedig zu reisen. Die Stadt ist teuer: Am Markusplatz kostet eine Tasse Cappuccino bis zu 17 Euro.

Im historischen Zentrum von Venedig leben heute noch annähernd 50'000 Menschen – weniger als die Stadt Hotelbetten hat. Hotelgäste, die sich für längere Zeit in der Lagunenstadt aufhalten, sind von der Tagesgebühr ausgenommen. Sie müssen allerdings Übernachtungssteuer zahlen.

(TN)