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Ein Zug am Bahnhof Milano Centrale – am 17. Mai 2025 dürften aufgrund eines Streiks viele Gleise leer bleiben. Bild: Adobe Stock

Bahnstreik in Italien sorgt für Ausfälle

Am kommenden Samstag legt ein landesweiter Bahnstreik den Zugverkehr in Italien weitgehend lahm. Wer einen Wochenendtrip plant, sollte sich rechtzeitig über garantierte Züge und Alternativen informieren.

Reisende in Italien müssen sich am kommenden Samstag (17. Mai) auf massive Einschränkungen im Bahnverkehr einstellen. Grund ist ein landesweiter Streik im Eisenbahnsektor, der von 1 Uhr bis 23.59 Uhr andauern soll.

Zur Arbeitsniederlegung haben mehrere Gewerkschaften aufgerufen. Sie protestieren laut italienischen Medien dagegen, dass nach wie vor kein neuer Branchentarifvertrag auf dem Tisch liegt. Ergänzt wird der Ausstand durch einen zusätzlichen, achtstündigen Streik von 9 bis 17 Uhr, organisiert durch die nationale Versammlung des Zug- und Bordpersonals der Ferrovie dello Stato.

Auch der Sonntag bleibt nicht gänzlich verschont

In den Regionen Piemont und Aostatal weitet sich der Streik sogar bis in den Sonntagmorgen aus: Hier ist das Personal von Trenitalia von Samstag, um 3 Uhr, bis Sonntag, um 2 Uhr zum Streik aufgerufen – betroffen sind auch Verkaufs- und Servicepersonal.

Wie bei italienischen Bahnstreiks üblich, gelten sogenannte «garantierte Zeitfenster» mit eingeschränktem Betrieb. In diesem Fall von 6 bis 9 Uhr sowie von 18 bis 21 Uhr. Diese Garantiezeiten sind Teil der gesetzlichen Mindestbetriebs-Pflicht im öffentlichen Verkehr und werden von der italienischen Streik-Aufsichtsbehörde vorgegeben.

Trenitalia und Italo haben auf ihren Websites Listen mit den garantierten Fernverkehrsverbindungen veröffentlicht. RFI (Rete Ferroviaria Italiana) weist darauf hin, dass sich der Verkehr bereits vor Beginn des Streiks oder nach dessen Ende unregelmässig zeigen könnte.

Wer am 17. Mai mit dem Zug nach oder durch Italien reisen möchte, sollte sich vor Reiseantritt genau informieren und mit Verspätungen oder Ausfällen rechnen. Besonders betroffen sind Verbindungen zwischen Norditalien und touristischen Zentren – etwa ab Mailand, Venedig oder Florenz. Die Nutzung garantierter Verbindungen und alternative Reisemöglichkeiten sollten frühzeitig geprüft werden.

(TN)