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Gute Frage Wie komme ich am schnellsten aus dem Flugzeug?
Nach der Landung zählt für viele Passagiere nur noch eines: möglichst rasch das Flugzeug verlassen. Doch oft staut es sich im Gang, weil alle gleichzeitig aufspringen und ihr Handgepäck aus den Fächern holen. Dabei lässt sich mit einigen einfachen Strategien die Ausstiegszeit deutlich verkürzen.
Die Sitzposition hat den grössten Einfluss auf die Ausstiegszeit. Je weiter vorne sich der Platz befindet, desto kürzer ist der Weg zur Tür. Besonders Gangplätze sind im Vorteil, da kein Warten auf die Sitznachbarn notwendig ist. Viele Airlines bieten die vorderen Reihen nur gegen Aufpreis an – ein lohnender Mehrwert für alle, die Zeit sparen möchten.
Bei gewissen Fluggesellschaften, etwa bei Billigfliegern mit Vorfeldpositionen, erfolgt das Aussteigen sowohl über die vordere als auch über die hintere Treppe. In diesen Fällen sind auch die hintersten Sitzreihen attraktiv, während Plätze in der Mitte zuletzt an die Reihe kommen.
Unkontrolliertes Vordrängeln bewirkt das Gegenteil
Die Einsteigezeit wirkt sich ebenfalls aus: Wer früh einsteigt, findet eher Platz für das Handgepäck in Reichweite zum eigenen Sitz. Wer dagegen spät an Bord kommt, muss das Gepäck oft entfernt verstauen und verliert beim Aussteigen zusätzliche Zeit. Kompaktes Handgepäck, idealerweise unter dem Vordersitz verstaut, erleichtert das rasche Verlassen der Kabine erheblich. Grosse oder schwer erreichbare Gepäckstücke gelten als einer der häufigsten Gründe für Verzögerungen beim Aussteigen.
Kurz- und Langstrecken unterscheiden sich hinsichtlich Flugzeuggrösse und Passagierzahl. Während auf Kurzstrecken kleinere Maschinen mit weniger Sitzen im Einsatz sind, bieten Langstreckenjets wie die Boeing 777 oder der Airbus A380 Platz für mehrere hundert Fluggäste. Das verlängert das Aussteigen, auch wenn bei Grossraumjets oft zwei oder mehr Türen gleichzeitig verwendet werden.
Einige Fluggesellschaften setzen inzwischen auf geordnete Deboarding-Verfahren. Dabei werden die Passagiere reihenweise zum Verlassen des Flugzeugs aufgefordert, um Staus zu vermeiden – ein Konzept, das sich während der Pandemie verbreitet hat und vereinzelt beibehalten wurde. Unkontrolliertes Vordrängeln hingegen bringt kaum Zeitgewinn, sorgt aber regelmässig für Ärger unter den Reisenden.
Häufige Vorzugsbehandlung für Passagiere mit Anschlussflug
Bei knappen Umsteigeverbindungen ist es ratsam, die Kabinencrew frühzeitig zu informieren. Viele Fluggesellschaften ermöglichen in solchen Fällen ein bevorzugtes Aussteigen oder organisieren sogar einen Sitzplatzwechsel weiter nach vorne. Auch Mitreisende zeigen sich in diesen Situationen oft kooperativ, wenn ein zügiges Verlassen der Kabine nötig ist.
Wer also bereits bei der Sitzplatzwahl, beim Boarding und bei der Gepäckorganisation auf Effizienz achtet, kann beim Aussteigen wertvolle Minuten gutmachen. Insbesondere Vielflieger nutzen diese Strategien gezielt, um Wartezeiten zu vermeiden und Anschlussverbindungen sicher zu erreichen.
In der Regel dauert das vollständige Aussteigen bei voller Auslastung dennoch nur zwischen sechs und dreizehn Minuten – mit der richtigen Vorbereitung gelingt es, diese Zeit deutlich zu verkürzen.