Reiseanbieter
Reisebüro Uster AG ist Konkurs
Eine Meldung des Garantiefonds der Schweizer Reisebranche, wonach ein Mitglied ausgetreten ist, lässt nicht automatisch darauf schliessen, dass es diesem Mitglied finanziell schlecht geht. Bei der Austrittsmeldung von letzter Woche, welche das Mitglied Reisebüro Uster AG – in der Branche besser bekannt als «Uschter Reisen» – betraf, kursierten aber noch während der Fespo erste Gerüchte. Von nicht bezahlten Rechnungen war die Rede.
Nun herrscht Gewissheit: Die Reisebüro Uster AG ist pleite. «Der Konkurs wurde vom Richter festgestellt und wird in Kürze auch im Handelsamtsblatt publiziert», erklärt Garantiefonds-Geschäftsführer Stefan Spiess auf Anfrage von travelnews.ch. Bis zu jenem Zeitpunkt durfte sich der Garantiefonds nicht dazu äussern bzw. nur nüchtern den Ausstieg formulieren – denn die Sachlage kann jeweils noch ändern.
Was Spiess festhält ist, dass der Inhaber von Uschter Reisen, Hans-Peter Fischer, zumindest «schulbuchmässig vorgegangen» sei, also die Zahlungsunfähigkeit frühzeitig beim Garantiefonds gemeldet hat und die formellen Schritte hin zum Konkurs proaktiv angegangen sei. Obwohl der Vertrag mit dem Garantiefonds sofort aufgelöst wurde, natürlich im gegenseitigen Einverständnis, wird der Garantiefonds durch den Konkurs einen Schaden erleiden. In welchem Umfang sich dieser bewegt, kann Spiess zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen.
Das Büro an der Zentralstrasse 21 in Uster, welches 2014 bezogen wurde, ist jedenfalls geschlossen. So wie es aussieht, sind die Mitarbeitenden bereits beurlaubt, derweil sich Fischer noch mit den Abwicklungs-Formalitäten beschäftigen muss.