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Liess im 2017 keinen Stein auf dem anderen: Dieter Zümpel, CEO von DER Touristik Suisse. Lesen Sie morgen: diese Unwetter und Naturkatastrophen haben das Reisejahr geprägt. Bild: TN

Die komplette K-Korrektur

Diese Themen haben das Reisejahr 2017 geprägt: das Kuoni-Comeback als DER Touristik Suisse (2/9). Nach zwei Jahren des Niedergangs läutet Kuoni mit zahlreichen Massnahmen die Trendwende ein.

Nach der Abspaltung von der Kuoni Group und der Übernahme des Touroperatings und der Reisebüros durch DER Touristik musste der einstige Branchenleader Kuoni in den Jahren 2015 und 2016 erst mal viele Federn lassen. 2017 stand nun im Zeichen der Rückkehr auf eine solide Flughöhe.

Nach 100 Tagen im Amt blies der neue CEO Dieter Zümpel zum Angriff und liess keinen Stein auf dem anderen: «Wir holen uns zurück, was wir hergeschenkt haben», lautete im Februar die Devise des erfahrenen Managers, der es mit seinen klaren Worten und Entscheidungen in wenigen Monaten schaffte, beim verunsicherten Staff Rückhalt zu gewinnen und neuen Drive auszulösen. Noch unklar schien anfangs Jahr, inwiefern Kuoni Schweiz bei den Reisebüro-Agenten wieder Rückhalt findet.

Ende Juni folgten weitere Schritte nach vorne. Erst gab Kuoni Reisen bekannt, das Reiseunternehmen auf DER Touristik Suisse umzubenennen, kurz darauf wurde die neue, 13-köpfige Kuoni-Produktionsküche in Frankfurt vorgestellt und das Unternehmen schickte sich daran, den Laden an der Neuen Hard 7 dichtzumachen. Der Umzug nach Altstetten an der Herostrasse 12 folgte anfangs Juli, wenig später die Einladung an die Agenten, den neuen Hauptsitz zu begutachten.

Stabilität – und Glück

Die Korrektur bei DER Touristik Suisse betraf in den letzten Monaten aber noch andere Bereiche: nach dem Umstieg auf Phoenix Unlimited kehrte mit einiger Verzögerung Stabilität beim Buchungssystem ein, die Flaggschiff-Filiale an der Bahnhofstrasse wurde gezügelt und mit dem Launch der neuen Webseite Kuoni.ch ist nun die Online- mit der Offline-Welt verknüpft.

Und Glück hatte DER Touristik Suisse im Jahr des Turnarounds ebenso. Denn das generell gute Reisejahr, insbesondere auf der Fernstrecke und bei den Kreuzfahrten, hat die Kurskorrektur deutlich vereinfacht. 2018 dürfte es um den einstigen Branchenleader, der heute hinter Hotelplan Suisse zusammen mit TUI Suisse umsatzmässig den zweiten Platz teilen dürfte, deutlich ruhiger werden, was die Veränderungen betrifft.

(GWA)