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Gestrandet im Januar – und ein überraschendes Comeback

Jahresrückblick: 39 Edelweiss-Passagiere blieben auf den Malediven sitzen. Stefan Leser tauchte wieder auf. Und Kurt Eberhard äusserte sich zu Booking.com.

Von einem Flugzeug stehen gelassen zu werden, statt nach Hause zu reisen, gehört zum Unangenehmeren für Touristen. Wenn die unfreiwillige Verlängerung aber auf den Malediven stattfindet und gleichzeitig zu Hause eisige Temperaturen herrschen, kann man der Verzögerung ja auch Gutes abgewinnen. Dass 39 Edelweiss-Passagiere auf den Malediven strandeten, hat die travelnews.ch-Lesererinnen und Leser im Januar jedenfalls stark interessiert.

20 der 39 betroffenen Passagiere hatten ihre Ferien über den Malediven-Spezialisten Manta Reisen gebucht. Andy Zgraggen, Geschäftsführer von Manta Reisen, sagte zu travelnews.ch: «Wegen eines technischen Defektes musste die Edelweiss einen Airbus 330-200 statt dem geplanten 330-300 nehmen – das Ersatzflugzeug hat weniger Plätze.» Die Manta-Mitarbeiter seien unter Druck gewesen, aber: «Zwölf Passagiere konnten gestern mit anderen Flügen nach Zürich reisen. Vier fliegen heute mit der Etihad nach Hause und weitere vier haben kurzerhand ihre Ferien verlängert».

Auch dies prägte den Januar:

Stefan Leser, der langjährige Kuoni-Mann, kam zurück auf der Tourismuslandkarte. Der Bayer, der elf Jahre lang für Kuoni tätig war, Mitte 2014 dann aber zutrücktrat, als er keine Chance für das CEO-Amt sah, hat nun den gewünschten Posten. Und zwar nicht irgendwo, sondern bei der renommierten internationalen Hotelkette Jumeirah mit Sitz in Dubai. Er folgt auf Gerald Lawless, der die Geschicke der Gruppe in den letzten 18 Jahren geleitet hat.

In einem Interview mit travelnews.ch sagte der CEO von Hotelplan Suisse, Kurt Eberhard, zum Buchungsstand: «Es war bis zur ersten Januar-Woche sehr ruhig in den Filialen und bei den Agenten, seit dem 11. Januar hat es aber angezogen. Eine Zurückhaltung bei Familien ist spürbar. Ein Thema ist die Sicherheit, die Leute sind verunsichert nach den vielen Anschlägen. In einer solchen Situation wird zunächst abgewartet.»

Und zur erstarkten Konkurrenz der Online Travel Agencies, sagte Eberhard: «Player wie Booking.com haben nur eine beschränkte Kundennähe. Wir haben 122 Filialen, ein Call-Center, können Online und Offline kombinieren, das kann ein reiner Online-Anbieter nicht. Der Kunde hat bei uns die Wahl. Und bei der derzeit angespannten Sicherheitslage können wir mit dem persönlichen Kundenkontakt viel erreichen.»

(TN)