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Dieter Zümpel gewählt – Austragung 2017: Tel Aviv

Reden, Berichte, Wahlen, Entscheidungen der 89. SRV-Generalversammlung – laufende Updates seit 14 Uhr.

Der Austragungsort 2017 heisst... Tel Aviv

Max E. Katz lässt die Katze aus dem Sack: Im nächsten Jahr findet die 90. Generalversammlung des Schweizer Reise-Verbands vom 16. bis 19. November in Tel Aviv statt. Uri Sharon von der Israelischen Fremdenverkehrszentrale in Frankfurt stellt die Faszination von Tel Aviv vor.

Max E. Katz spricht seinen Dank aus: den Mitarbeitern der Geschäftsstelle, den Vorstandskollegen, dem Victoria Junfrau und den Jungfraubahnen, speziell ein Dank an Harry John von BE! Tourismus, der einige Worte an die Versammlung richtet.

Weiter verabschiedet er Beat Knecht, der seit 25 Jahren für den SRV tätig ist und im kommenden Jahr in Frühpension tritt,  mit herzlichem Dank. Walter Kunz blickt auf die langjährige Zusammenarbeit zurück. Er lobt Knecht für die Adaption der KV-Reform und die Einführung des E-Learnings. Walter Kunz überreicht Beat Knecht ein Bild und ein Reise-Gutschein und bedankt sich für die tolle Zusammenarbeit.

12. Wahlen

Dieter Zümpel, CEO von Kuoni Reisen, steht zur Wahl in den Vorstand.

Er stellt sich vor: "Wir wollen eine Rolle spielen im Reiseverband", nennt Dieter Zümpel seinen ersten Grund, dass er in den SRV-Vorstand gewählt werden will. Der zweite: "Ich will und muss schnell lernen. Bringen Sie mir die Besonderheiten des Schweizer Marktes bei. Ich verspreche: ich lerne rasch. Nach den ersten Tagen: Ich sage nie mehr Urlaub und werde nie mehr in der Migros nach Wein fragen."

"Meine Hauptaufgabe: das Vertrauen meiner Mitarbeiter gewinnen, ich möchte mit meiner Mannschaft so schnell wie möglich auch das Vertrauen in der Reisebranche wieder erlangen". Er bittet um einen Vertrauensvorschuss und Mandatserteilung. Er bedankt sich für die Aufnahme in den Kreis der Schweizer Touristik.

Dieter Zümpel wird ohne Gegenstimmen gewählt – bei zwei Stimmenthaltungen.

André Lüthi wird – zum sechsten Mal – wiedergewählt.

10. Festsetzung der Jahresbeiträge, 11. Budget

Der SRV-Vorschlag lautet, die Mitgliederbeiträge sollen unverändert bleiben, trotz sinkender Mitglieder. Hingegen möchte der SRV die Passiv-Mitgliedschaft um 100 Franken erhöhen. Genehmigt. Dem Raunen nach stellt er fest, dass die Passivmitglieder nicht stimmen konnten (viele Lacher im Saal).

Das Budget 2016/17 wird von 770'701 auf 742'500 Franken gesenkt, ein Minus von 11'600 Franken erwartet. Wird einstimmig genehmigt.

9. Berichte der Geschäftsfelder

Neu können im Veranstaltungskalender des SRV Events publiziert werden, informiert Walter Kunz. Er verweist im Jahresrückblick auf zahlreiche Workshops, das SRV-KMU-Forum (Zusammenarbeit mit Home Carrier zu verbessern), den Umwelttag in Spreitenbach.

Walter Kunz erläutert den Rückgang der Mitglieder und nennt einzelne Fälle. Tiefere Beiträge für kleinere Mitglieder würden diskutiert. Massnahmen zur Mitglieder-Akquirierung seien eingeleitet: "Sie, die direkt am Verbandsleben teil nehmen, können Botschafter für uns sein".

Zur Kommunikation sagt Kunz, der Output sei stark angewachsen, nennt Newsletter, die alljährige Pressekonferenz mit 20 hochkarätigen Journalisten.

Mitglieder haben sich über Zahlungsmodalitäten informiert. Interchange-Gebühren sind gesunken, "Sie müssen sie aber aktiv einfordern. Solange Passus nicht im Vertrag festgeschrieben, können Sie den Aufpreis weiterhin verlangen. Die Swiss etwa hat den Passus verweigert". (siehe Empfehlungen des Geschäftsberichtes).

Dani Bauer (Aus- und Weiterbildung): Die Lernenden nehmen eine tiefe schriftliche Prüfungsnote in Kauf, weil ihnen die Vornoten das ermöglicht, kritisiert Dani Bauer das aktuelle KV-Bildungssystem.

Er schildert den Young Talents-Wettbewerb. Die vier Gewinner konnten einen Tag in Interlaken verbringen mit zahlreicher Branchenprominenz. Die vier Young Talents kommen auf die Bühne. Martin Wittwer (wie merkt man, dass man ein erfolgreiches Leben hat?) und Kurt Eberhard (kann jeder CEO werden?), André Lüthi (hast du noch Zeit für deine Familie?) stellen sich den Fragen.

Roland Schmid (Umwelt und Soziales), erläutert die Zusammenarbeit mit diversen Organisationen, von Fair unterwegs bis EDA und Tourcert und die intensivierten Bemühungen.

Was ist im nächsten Jahr aktuell? Roland Schmid verweist auf 17 Ziele, um der globalen Entwicklung beizutragen und die Webseite www.globalgoals.org. Er bedankt sich für die Unterstützung, allen die zur Nachhaltigkeit beigetragen haben.

Marcel Herter (Flug): "Zwar ist die Distribution Charge nicht vom Tisch, aber ein Teilziel, die bessere Kommunikation mit der Swiss, ist erreicht dank dem KMU-Forum."

Vom 19. bis 21. September hat die IATA in Singapur getagt, die Passenger Agency Conference. Schwerpunkt waren die Projekte NDC, Easypay, Versicherungslösungen. Stark umstritten ist das vierte Modul: Risk Management  – hier geht es um eine individuelle Kreditlimite pro Agentur, wird diese überschritten, können keine Tickets mehr ausgestellt werden = für Agenten untauglich.

Wenn ich mir vor Augen führe, wie lange die Diskussionen um NDC schon hergehen, steht eines fest, für IT-Spezialisten geht die Arbeit nicht aus.

André Lüthi (Politik): Zur Motion Markwalder, Geduld hats gebraucht. (Vollzugsdefizit, Sicherstellung der Kundengelder). Am 14. September 2016, wie ein Blitz aus heiterem Himmel, kam die Motion in den Nationalrat und sie kam durch. Nun liegt sich beim Ständerat. Lüthi ist guter Dinge, dass das im Ständerat gut durchgehen sollte. Dann erhält der Bundesrat den Auftrag, das Gesetz zu verbessern. Ein Erfolg für uns. "Aber wir müssen dranbleiben in Bern mit Themen. Es braucht auch euch, der Verband seid ihr". Vor dem Nachtessen wirds eine Grussbotschaft von Christa Markwalder geben. Lüthi wird drei, vier Fragen stellen und bittet um Input, was er sie denn fragen soll.

Neue Pauschalreiserichtlinien in der EU, die am 1.1.2018 implementiert werden müssen. Doch was heisst das für die Schweiz? Adaptieren? Da kommt was auf die Schweiz zu.

7. Jahresrechnung, 8. Entlastung des Vorstandes

Walter Kunz erläutert einige Posten der Jahresrechnung. Etwa den um 15'000 Franken geringer ausgefallen Posten Aus- und Weiterbildung. Dies sei dank Subventionen möglich gewesen. Unter dem Strich bleibt ein Ergebnis von 45'421 Franken. Das Vereinsvermögen erhöht sich auf 573'067.44 Franken belaufen.

Revisor Dani Ryser: Kann ohne Vorbehalte übernommen werden.

Abstimmung zur Jahresrechnung 2015/2016: Einstimmig genehmigt.

Entlastung des Vorstandes, einstimmig genehmigt.

6. Geschäftsbericht

Geschäftsführer Walter Kunz bitte um Abstimmung:

Einstimmig genehmigt.

4. & 5. Statutenänderung, Protokoll

Der Präsident erläutert die Statutenänderung: Artikel 22, Regionen, die Aufteilung in Regionen wird gestrichen. Zudem: die Exekutive wird es in dieser Form nicht mehr geben. Dieser Passus im (künftigen) Artikel 24 wird es nicht mehr geben: "Konstituierung einer Exekutive mit maximal sechs Mitgliedern (Präsident, Geschäftsführer, Delegationsvoritzender der Regionen sowie die Leiter von Aus- und Weiterbildung, Flug und Politik sind von Amtes wegen in der Exekutive."

Abstimmung: keine Nein-Stimmen, einstimmig genehmigt.

Auch das Protokoll der 88. GV wird einstimmig angenommen.

3. Organisation

Max Katz: "Ein Prüfung der Abläufe ergab, diese zu vereinfachen". Ein Resultat: die Auflösung der Exekutive und der Geschäftsführer soll im Sinne eines CEO die Organisation führen. Die Fachgruppen werden zu Fachgremen, Experten können adhoc herangezogen werden.

1. Offizielle Eröffnung

SRV-Präsident Max E. Katz begrüsst 250 Teilnehmer, ein Rekord. Er begrüsst die zahlreichen anwesenden Gäste, Peter Eberschweiler, Urs Bauer, alle Vorstandsmitglieder, Norbert Fiebig (DRV-Präsident), Dr. Josef Peterleitner (ÖRV), André Dosé und Stefan Spiess vom Garantiefonds, Michel Ayer von TPA, Ombudsman Franco Muff, Esther Leupp (EDA).

Er blickt auf das Annus horribilis 2015 zurück, die GV von Abu Dhabi und den 13. November, "den feigen Angriff" in Paris. "Nun muss ich die Aufzählung des letzten Jahres mit den diesjährigen Ereignissen ergänzen. Brüssel, Istanbul, Egypt Air." Der Terror sei in der Nachbarschaft angekommen, die Auswirkungen werde die Reisebranche weiter beschäftigen.

Mit guten Beratungsgesprächen könne die Reisebranche viel erreichen, wisse dank Mitarbeitern vor Ort über die Sicherheitslage Bescheid, man könne die Angst minimieren, wenn man die Gegenmassnahmen der Branche darstelle. Und: "Die Freiheit des Reisens muss uns erhalten werden".

Zur sinkenden Anzahl der Reisebüros sagt Katz: "Es gab einige Reisebüros, die als Grund nannten, sie seien nicht zufrieden, der SRV setzt sich nur für die Grossen ein. Aber das Gegenteil ist der Fall." Der SRV setze sich in Zukunft für die Kleinen und Grossen ein. Wer austritt, zeige mangelnde Solidarität.

Hans Peter Burkhard, der Vizegemeindepräsident von Interlaken und Inhaber von Geo Tours begrüsst die SRV-Generalversammlung, spricht über die touristische Herausforderung, verspricht gutes Wetter für den morgigen Ausflug und übergibt Max. E. Katz den Goldenen Schlüssel von Interlaken.

Die 89. Generalversammlung des Schweizer Reise-Verbands findet heute in Interlaken statt. Im Salle Général Guisan gehts um 14 Uhr los – im Victoria Jungfrau ist alles bereit.

Das sind die Traktanden:

  1. Eröffnung
  2. Wahl der Stimmenzähler
  3. Organisation SRV
  4. Statutenänderung
  5. Protokoll der 88. GV
  6. Geschäftsbericht 2015/2016
  7. Jahresrechnung, Revisorenbericht 2015/2016
  8. Entlastung des Vorstandes & Geschäftsführers
  9. Bericht der Geschäftsfelder Geschäftsstelle, Aus- und Weiterbildung, Umwelt & Soziales, Flug, Politik
  10. Festsetzung der Jahresbeiträge 2016/2017
  11. Budget 2016/2017
  12. Wahlen: Dieter Zümpel (Neuwahl), André Lüthi (Erneuerungswahl), Revisionsstelle
  13. Austragungsort GV 2017
  14. Dank
  15. Diverses
Austragungsort der 89. SRV-GV: Das Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa in Interlaken. Bild: HO

(GWA)