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Gute Nachfrage bei FTI für die Labranda Hotels, hier der Marine Aquapark auf Kos. Bild: HO

Tiefere Umsatzhürden, mehr Mittelmeer

Die FTI Group legt beim Umsatz um fünf Prozent zu und erweitert das Sommerprogramm 2017.

Am vergangenen Montag, 31. Oktober hat die FTI Group Kassensturz gemacht – und 2,75 Milliarden Euro gezählt. Damit hat die Gruppe in den letzten zwölf Monaten um fünf Prozent zulegen können. Die aktuellen Zahlen beinhalten die Umsätze aller Tochtergesellschaften, darunter ist auch die FTI Touristik AG in Basel.

Positiv fällt bei der FTI Group das Fazit aus nach einem Jahr Labranda Hotels & Resort. Eine halbe Million Gäste konnte bereits begrüsst werden und die Anzahl Häuser ist auf 41 angestiegen. Neu hinzu kommt im nächsten Sommer die Grossanlage Stella Canaris auf Fuerteventura, in die die Gruppe 60 Millionen Euro investiert. Und eine Grossoffensive plant FTI in Zypern mit einem ausgebauten Flugangebot. Ab der Schweiz stehen neue Verbindungen mit Air Berlin nach Larnaca zur Verfügung. Nach Paphos ergänzen insgesamt 16 wöchentliche Nonstopflüge aus dem deutschsprachigen Raum das FTI-Streckennetz.  

Die Programm-Highlights

Fürs neue Jahr zeigt sich die FTI Touristik AG gerüstet und präsentiert in der Schweiz 18 Sommerkataloge, die Highlights:

  • Ein Jahreskatalog Deutschland mit einer Vielfalt an Hotels und Unterkünften, Center Parcs, Freizeitanlagen und Hausbooten.
  • In der Schweiz bildet das Programm rund um die Seen einen Schwerpunkt.
  • In Italien bereichern intensivierte Partnerschaften mit Marken wie Valtur, Club Esse, Eden, Blu Hotels und Parc Hotels am Gardasee, in der Toskana, an der Adria, in Kalabrien sowie auf Sizilien und Sardinien das Portfolio.
  • In Malta wartet FTI mit 55 Hotels, sechs Rund- und Standortrundreisen und 16 unterschiedlichen Ausflugspaketen auf.
  • Unter den südosteuropäischen Zielen richtet FTI sein Hauptaugenmerk auf Bulgarien und Slowenien.
  • Im Katalog Karibik/Mexiko sind neue Themenreisen in Kuba zu finden. Neue Ziele sind Barbados und Tobago. Das Angebot auf Martinique wurde ausgebaut.
  • Das Jahresprogramm für Thailand eignet sich für Einsteiger und Insider.
  • Ein besonderes Augenmerk gilt Singapur, das der Veranstalter im Reisejahr 2016/17 zum ersten „Highlight of the Year“ in Asien kürt.
  • Ebenfalls in einem Katalog präsentiert FTI im Reisejahr 2016/17 die Länder Indien, China, Japan, Korea, Taiwan, Nepal, Bhutan und die Mongolei plus Hongkong und Macau.
  • Im Jahresprogramm Afrika bündelt FTI sein Angebot für die 15 Länder Südafrika, Namibia, Swasiland, Botswana, Simbabwe, Sambia, Malawi, Mosambik, Kenia, Tansania, Äthiopien, Gambia, Senegal sowie erstmals Uganda und Ruanda.
  • In Mittel- und Südamerika setzt FTI den Fokus auf exotische Badeferien in Costa Rica sowie Brasilien.
  • Den Indischen Ozean präsentiert FTI mit einem erweiterten Angebot auf 258 Seiten.
  • Im drive FTI-Programm sind besondere Angebote in Kalifornien und den atlantischen Provinzen Kanadas zu finden.

Diese Ziele haben performt

Florian Tomasi.

Auf das abgelaufene FTI-Jahr in der Schweiz angesprochen, sagt Produktleiter Florian Tomasi: „Bei unseren Schweizer Feriengästen waren besonders die Vereinigten Arabischen Emirate, Marokko, Spanien inklusive der Balearen und Kanaren, Portugal sowie Griechenland sehr gefragt. Auf der Langstrecke haben alle Ziele hervorragend performt. Zudem ist der Winter schon sehr gut angelaufen.“ Zu den aktuellen Top-Destinationen im Pauschalbereich zählt Tomasi Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman, die Kanaren und Marokko. Im Modularbereich seien der Indische Ozean sowie das östliche Afrika stark gestartet.

10 Prozent ab 50'000 Franken

Für Reisebüros hat FTI das Kommissionsmodell gegenüber dem Vorjahr angepasst:

Zu den Neuerungen sagt Vertriebsleiter Maik Gruba: "Mit dem neuen Kommissionsmodell senken wir die Umsatzstaffeln im Vollsortiments-Modell und steigern die Attraktivität der Vergütungsregelung. Zehn Prozent Kommission schütten wir im Geschäftsjahr 2016/17 bereits ab einem Mindestumsatz von 50‘000 Franken aus anstatt wie zuvor 200‘000 Franken. In der Spitze 13 Prozent Kommission zahlen wir auf Umsätze von neu 600‘000 Franken anstatt wie zuvor ab 850‘000 Franken.

Und auf die Frage, wo er das FTI-Kommissionsmodell im Quervergleich mit den anderen Schweizer Veranstaltern sehe, sagt Gruba: "Mit unseren zwei Kommissionsmodellen können unsere Partner ihre Umsätze entsprechend ihrer Absätze und Kundenausrichtung vergüten. Je nachdem, ob sie im Pauschalreisensegment oder Vollsortiment stark sind, finden Sie in den Modellen attraktive Konditionen."

So könnten Reisebüros, die bislang überwiegend FTI-Pauschalreisen verkauft haben, auch weiterhin hohe Umsätze und eine entsprechende Kommissionierung durch das Pauschal-Modell erzielen. "Agenturpartner, die hingegen bei Pauschal- und Fernreisen inkl. Flugumsatz via Ticketshop gleichermassen breit aufgestellt sind, profitieren von unserem neu eingeführten Vollsortiments-Modell, für dieses wir im Geschäftsjahr 2016/17 die Umsatzstaffeln gesenkt haben. Langfristig verfolgen wir jedoch das Ziel, beide Kommissionierungsangebote in einem marktüblichen Modell zu vereinen, in dem die Vorteile beider Vergütungsreglungen integriert sind."

(TN)