Reiseanbieter
«Wir wollen unsere Hotels auf der Dominikanischen Republik sehr gut auslasten»
Samuel SchumacherWie travelnews.ch gestern berichtete, verdoppelt TUI Suisse die Kapazität auf den Langstrecken. TUI Suisse-Chef Martin Wittwer und seine Crew weilen derzeit im Rahmen der 8. TUI World Experience Tour mit rund 100 Schweizer Reisebürospezialisten in der Dominikanischen Republik. Im Video-Interview begründet er den Ausbau und äussert sich zu weiteren brisanten Themen.
Für das kommende Geschäftsjahr sieht Wittwer zwei Hauptherausforderungen. Zum einen die anhaltende Kundenabwanderung in den Euromarkt. „Unsere Message an den Kunden ist aber klar: Wir passen die Preise täglich an den aktuellen Kurs an und können dieselben Preise bieten wie die deutsche Konkurrenz.“ Zum anderen die zunehmende Digitalisierung des Reisegeschäfts.
Rund 16 Prozent seines derzeitigen Umsatzes erzielt TUI mit Online-Buchungen über seine Homepage, ohne Fremdbuchungen über andere Portale. Die grösste Konkurrenz für TUI sieht Wittwer entsprechend in Online-Plattformen wie booking.com und Expedia. „Diese Plattformen bieten tolle Technologie, im Gegensatz zu uns aber keinen eigenen Content und keine persönliche Beratung.“ Um der neuen Konkurrenz aus dem Internet die Stirn bieten zu können, rüstet TUI seine 70 Schweizer Reisebüros kontinuierlich um. Drei Filialen (Glatt, Luzern, Bremgarten) wurden bereits als neukonzipierte „Concept Stores“ wiedereröffnet, in denen die Kunden sich zugleich Online informieren und offline persönliche beraten lassen können.