Reiseanbieter
«Der zufriedene Kunde kommt zurück zu LABRANDA»
Herr Gunz, vor einem Jahr haben Sie die Hotelmarke LABRANDA ins Leben gerufen. Wie sieht ihr Fazit heute aus?
Dietmar Gunz: Wir haben unsere selbst gesteckten Ziele übertroffen. Bei der Einführung hatten wir 24 Häuser und wollten nach einem Jahr bis auf 34 erhöhen, nun sind wir bereits bei 38. Das Projekt macht Spass, das Kundenfeedback stimmt und auch wirtschaftlich sind wir dynamisch unterwegs. Es ist ein Bereich innerhalb der Gruppe, der sehr viel Freude bereitet.
Sie setzten auf eine Marke und sieben Kategorien. Bewährt sich dieser Ansatz?
Wir standen zunächst schon vor der Frage, ob wir sieben Marken schaffen sollen. Doch mit einer Marke, an der sich der Kunde und der Vertrieb orientieren kann, sind wie bisher gut gefahren. Die Kunden wissen, bei LABRANDA gibts einen gescheiten Urlaub und für den Vertrieb bedeutet es weniger Komplexität.
Wie sind Sie mit den LABRANDA-Buchungen aus der Schweiz zufrieden?
Ich wünschte mir, wir hätten für den Schweizer Markt in diesem Jahr mehr Betten verfügbar, das sollte nächstes Jahr besser werden. Gerade bei den Häusern in Spanien, Italien und Griechenland hatten wir leider noch zu wenige Betten.
Was hat Sie überhaupt bewogen, eine eigene Hotelmarke zu schaffen?
Sowohl der Kunde wie der Vertrieb kann sich an der Marke orientieren. Ohne Marke ist der Halt des Kunden relativ gering. Wir sind guter Dinge, dass ein Kunde nach zufriedenen Ferien erneut ein LABRANDA-Hotel beim nächsten Mal wählt. Der Kunde soll wissen, bei LABRANDA gibts keine Standardferien, sondern einen tollen Urlaub mit bestem Essen und Trinken, einer guten Umgebung.
«Bis zu 50 Häuser sollten realistisch sein»
Wir arbeiten Sie mit den Hotels, gehören die Ihnen oder bestehen Managementverträge?
Bei 36 der 38 Hotel sind wir – unter unserer Zielgebietsagentur Meeting Point International – Eigentümer, Miteigentümer oder Pächter. Zwei Hotels betreiben wir im Franchising.
Buchen auch weitere Veranstalter auf ihre Häuser oder bloss FTI?
Wir haben in allen Häusern eine internationale Kundschaft und arbeiten mit mehreren Veranstaltern. Ein ausgewogener Gästemix ist für die Stimmung im Hotel gut, macht aus unserer Sicht aber auch aus betriebswirtschaftlichem Weitblick Sinn, sollte einmal eineinzelner Markt nicht gut laufen.
Und wie schauen die weiteren Wachstumsziele aus?
Wir haben kein verbindliches Fernziel, bis zu 50 Häuser sollten aber realistisch sein.
Das neue Labranda Alyssa Suite Hotel auf Lanzarote.