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Globetrotter Group verpasst das Vorjahr um 4 Prozent

2015 ist auch bei Globetrotter nicht spurlos vorbei gegangen. Für 2016 ist CEO André Lüthi zuversichtlich — und dem Internet kehrt er den Rücken.

In den vergangenen Jahren konnte die Berner Globetrotter Group jährlich neue Rekordzahlen melden — dank organischem Wachstum und Zukäufen. 2015 gings nun erstmals leicht zurück, der Gruppenumsatz beläuft sich noch auf 240 Millionen Franken, ein Minus von 4 Prozent.

Konnte Globetrotter Travel Service 2014 als "Official Partner" von Swiss Olympic dank den Winterspielen in Sotschi zusätzlichen Umsatz generieren, fehlte dieser nun 2015. Zudem reduzierten einige der Globetrotter-Marken wegen der Währungssituation die Preise, etwa Globo-Study und Linguista.

Schwarze Zahlen habe die Gruppe gleichwohl geschrieben, der Platz unter den Top 5 in der Schweizer Reisebranche habe gehalten werden können. Zu den Gründen dazu sagt André Lüthi: "Die klare Positionierung der zehn Firmen in ihrer Nische führt zu einer hohen Kompetenz von Spezialisten am Markt. Eine besondere Rolle spielt auch das Markenzeichen der Globetrotter Group: Die Mitarbeitenden haben ihr Hobby, ihre Leidenschaft — das Reisen — zum Beruf gemacht." Dies führe zu einer hohen Glaubwürdigkeit.

Von den zehn Marken besonders erfolgreich abgeschnitten haben im 2015 gemäss Lüthi Globetrotter Travel Service ("lässt man den Olympia-Umsatz des Vorjahres beiseite"), Background, Nayak, Globoship und Brasa.

Lüthi ist für das Geschäftsjahr 2016 zuversichtlich: «Den Kampf mit den Online-Plattformen nehmen wir nicht auf, wir fokussieren uns auf das, was das Internet nicht kann: Wir vereinbaren einen Termin mit dem Kunden und bieten ihm eine persönliche Beratung durch einen erfahrenen, weitgereisten Reiseprofi.»

(TN)