Rail & Road
Gepäck schleppen war einmal
Vor einer Flugreise stellt sich immer die gleiche Frage: Wie komme ich samt Gepäck am unkompliziertesten zum Flughafen? Fährt einem niemand aus dem Freundes- oder Familienkreis und will man sich das Geld für ein Taxi sparen, kann man ab Mitte Jahr den neuen «Tür zu Tür mit Check-in» Service nutzen.
Und so funktioniert's: Wer ein Flugticket der Swiss oder Edelweiss hat, kann bis spätestens zwei Tage vor dem Abflug bis 20 Uhr online oder per Telefon einen entsprechenden Auftrag erfassen. Der Abflugtag zählt nicht dazu. Wer am Donnerstag fliegt, muss den Auftrag also spätestens am Montag aufgeben. Für alle Flüge des nächsten Tages wird das Gepäck am Vortag zwischen 13 und 18 Uhr oder zwischen 18 und 23 Uhr abgeholt.
In diesem Dienst ist auch das Check-in samt Aushändigung der Bordkarte inkludiert. Der Service kostet 22 Franken pro Gepäckstück plus 40 Franken Sendungspauschale von Tür zu Tür. First-Class-Passagiere und HON Circle Members wie auch Senator Members bezahlen keine Gepäckabholungsgebühr. Für Business-Class-Passagiere und Frequent Travellers kostet der Dienst 12 Franken.
Das direkte Check-in am Bahnhof wird nicht mehr angeboten
Ohne Check-in kann das Gepäck an den SBB Flughafenschalter Zürich ab 6.15 Uhr bezogen werden und in Genf ab 7.30 Uhr. Wer den Dienst auch bei der Rückreise aus dem Ausland in Anspruch nimmt, erhält sein Gepäck einen Tag nach der Landung zwischen 13 bis 18 Uhr oder 18 bis 23 Uhr.
Neben Taschen und Koffern werden auch Golfgepäck, Ski und Snowboard abgeholt und ausgeliefert. Die Gepäckstücke müssen den gängigen Richtlinien entsprechen. Der Service soll später auf weitere Airlines ausgeweitet werden.
Passagiere aller Fluggesellschaften haben zudem die Möglichkeit, ihr Gepäck am Tag des Flugs von neu 160 statt wie bisher nur 34 Bahnhöfen aus direkt an den Flughafen Zürich bringen lassen - dies jedoch ohne Check-in. Das Gepäck kann am SBB Flughafenschalter abgeholt werden.
Nicht mehr angeboten wird ab dem 4. April hingegen das direkte Check-in am Bahnhof. Grund dafür seien die Sicherheitsbestimmungen der nationalen und internationalen Luftfahrtbehörden sowie der Fluggesellschaften. Die Transportunternehmen könnten die Sicherheitsbestimmungen nur mit einem unverhältnismässig hohen finanziellen und personellen Aufwand einhalten.