Rail & Road
Die alte Dampflok soll wieder über den Brünig
900 Mitglieder umfasst der Verein Ballenberg-Dampfbahn — und die geben derzeit Dampf: Sie wollen Geld beschaffen, gegen eine Million Franken, um die alte Lokomotive mit der Bezeichnung HG 3/3 1068 wieder auf Vordermann zu bringen. Der Verein hofft bei den beiden Kantonen Bern und Obwalden sowie bei Stiftungen und Privaten auf offene Ohren zu stossen. Selber werden 300000 Franken in Form von Eigenleistungen beigesteuert.
Ein Brand im Schuppen, wo der Verein sein Rollmaterial abstellt, führte vor zwei Jahren zu Schäden. Damit haben sich die ursprünglich budgetierten Kosten zur Instandstellung von knapp 600000 Franken auf eine Million erhöht. Trotz Brandbeulen am Lokomotivaufbau, viel Rost und zahlreicher anderer Schäden sei die Maschine aber instandstellbar.
Totalrevision
Pascal Troller vom Verein Ballenberg-Dampfbahn führte am Freitag in Interlaken vor den Medien aus, dass die 1926 ausgelieferte Lok die letzte von der Schweizerischen Lokomotiv & Maschinenfabrik SLM in Winterthur an die SBB abgegebene Dampflokomotive ist. 1965 wurde sie ausrangiert und erinnerte zwischen 1966 und 2000 auf einem Sockel beim Bahnhof Meiringen an vergangene Zeiten.
Der Verein Ballenberg-Dampfbahn verfügt über drei Dampflokomotiven. Alle drei sind derzeit aber ausser Gefecht. Neben jener, die nun totalrevidiert werden soll, wurde beim Brand von 2013 auch eine zweite Maschine beschädigt. Sie sollte Mitte 2016 repariert sein. Da sie nicht über Zahnräder verfügt, kann sie nur auf der Strecke Interlaken-Meiringen-Innertkirchen eingesetzt werden. Die dritte Lok des Vereins fiel kürzlich mit einem Lagerschaden aus.