Rail & Road
Pilotprojekt erfolgreich: SBB setzen «Wartefrist 0 Minuten» um
Rund 10'000 Zugverbindungen im Dreieck Zürich/Bern/Basel haben die SBB von Oktober bis Dezember auf die eingeplante Reservezeit überprüft. Ziel des „Pilot Wartefrist 0 Minuten“ genannten Projekts war es, aufzuzeigen, dass knappere Wartezeiten auf Anschlusszüge einen positiven Beitrag zur Kunden- und Anschlusspünktlichkeit und zur Netzstabilität leisten.
Wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet, läuft die Auswertung noch, doch schon jetzt sei klar, dass das Fazit positiv ausfallen wird. So seien beispielsweise die Züge ab Basel und Bern im Monat Oktober pünktlicher in Zürich eingetroffen.
Die SBB-Züge fahren folglich per sofort pünktlich los, auch wenn ankommende Züge zu spät eintreffen. Die kürzeren Wartezeiten gelten vor allem zu Hauptverkehrszeiten im Dreieck Zürich/Bern/Basel. Am Abend und am Wochenende warten die SBB auch künftig mehr verspätete Anschlüsse ab. Zudem ist es gemäss der SBB auch kein Thema, schweizweit auf Wartefristen zu verzichten.
Hintergrund der neuen Praxis ist die Tatsache, dass Verspätungen zu Folgeverspätungen führen, die kaum mehr aufgeholt werden können. SBB-Chef Andreas Meyer zeigt sich in der «Schweiz am Sonntag» jedenfalls überzeugt, dass der grösste Teil der Kunden besser fahren wird als bisher. Sollte dies nicht der Fall sein, werde das Projekt gestoppt.