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Der Marktanteil der Swiss am Flughafen Genf beträgt bloss noch 12,5 Prozent. Bild: GVA

Die Zukunft der Swiss in Genf scheint ungewiss

Der Lufthansa-Konzern verliert in Genf langsam seine Geduld. Die Swiss setzt zu einem Sparprogramm an.

Das Flug-Angebot der Swiss ab Genf steht massiv unter Druck. Dies schreibt die «NZZ am Sonntag» (Abo) und stellt die Frage, ob aus der Swiss die Zürich-Air werde. Denn die Lufthansa verliere mit dem Standort Genf langsam ihre Geduld.

Bis Ende 2026 müsse die Swiss ab Genf schwarze Zahlen schreiben, ansonsten drohen drastische Abbaumassnahmen. Selbst ein kompletter Rückzug aus Genf sei eine Option. Somit würde die Swiss vollständig zur Zürich-Air, nachdem sich die Swiss schon vor elf Jahren vom Euroaiport Basel verabschiedet hat.

In einer Stellungnahme teilt die Swiss mit: «Genf ist und bleibt ein wichtiger Standort für uns – aber wir müssen ihn wirtschaftlich stärken. Unser klares Ziel ist, den Standort Genf wirtschaftlich stabil und zukunftsfähig zu machen. Daran arbeiten wir mit konkreten und gezielten Massnahmen: Wir passen unser Angebot an, vereinfachen Abläufe und senken Kosten.»

Nur einmal schwarze Zahlen

In der 24-jährigen Geschichte der Swiss in Genf, soll die Airline nur einmal, im Jahr 2019, schwarze Zahlen geschrieben haben. Das dürfte auch mit dem Druck des grossen Mitbewerbers zu tun haben. Easyjet verfügt in Genf über einen Marktanteil von 46 Prozent, die Swiss lediglich von 12,5 Prozent. Das Problem: die Swiss verfügt mit New York nur über ein Langstreckenziel in Genf, ansonsten konkurrenziert sie auf vielen Strecken mit dem Billigcarrier Easyjet.

Schon auf diesen Sommer hin hat die Swiss die Bremse angezogen und das Angebot um 25 Prozent reduziert. Statt 40 werden nur noch 30 Ziele angeflogen. Die Zukunft der Swiss in Genf scheint jedenfalls in Frage gestellt.

(TN)