Die Schweiz auf dem Tablett serviert

Von Silvia Schaub
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Morgenstimmung auf der Strasse zwischen La Tine und Rossiniere im Kanton Waadt. Bilder: swiss-image.ch

Waren Sie noch nie auf der Grand Tour of Switzerland? Das könnte ein Fehler sein. Denn am Strassenrand wartet eine geballte Ladung Schweiz. Diese sieben Stopps haben es uns angetan.

Am Switzerland Travel Mart von dieser Woche in Davos lag ein Fokus auf der Grand Tour of Switzerland – und löste bei den Einkäufern aus Europa und Übersee Interesse aus.

Doch waren Sie schon mal auf der Grand Tour of Switzerland? Haben Sie etwa noch nie den Säntis und die Fribourger Altstadt besucht? Oder bei Varen im Wallis den Pfynwald von oben betrachtet? Oder Toskana-Feeling im Tessin genossen? Dann sind Sie ein Fall für den gut 1600 Kilometer langen Road Trip, vorbei an den spannendsten und spektakulärsten Highlights unseres Landes – über fünf Alpenpässe, zu zwölf UNESCO-Welterbestätten, entlang an 22 Seen und natürlich durch alle Sprachregionen.

Kurz: Auf dieser Tour erhalten Sie die geballte Ladung Schweiz auf dem Tablett serviert – von Basel über Neuchâtel bis in die Zentralschweiz und vom Bodensee über das Engadin bis ins Tessin. Wir stellen Ihnen unsere sieben Highlights vor, wo Sie unbedingt einen Zwischenstopp einlegen sollten. Gute Fahrt!

Stadtluft bei Fribourg

Wer keine Zeit für einen Halt in der Zähringerstadt hat, wird von den Grand Tour-Wegweisern perfekt um die Stadt herumgeführt, sodass man diese immer wieder von einem anderen Blickwinkel aus betrachten kann und gestehen muss: Sie ist wirklich eine der Bezauberndsten der Schweiz.

Im Mittelland am Hallwylersee

Von wegen das Mittelland sei langweilig! Die Grand Tour führt auf der Strecke von Bern nach Luzern auch durch den Aargau. An den Gestaden des Hallwylersees geniesst man bei schönem Wetter eine wunderbare Aussicht in die Alpen.

Rund um den Säntis

Wer Richtung Ostschweiz fährt, hat ihn fast aus jedem Winkel im Blickfeld: den Säntis. Je näher man ihm rückt, umso imposanter wird der Berg - aber auch die saftig grünen Matten und Hügel des Appenzellerlandes und des Toggenburgs. Es lohnt sich auf der Schwägalp einen Zwischenstopp einzulegen und mit der Gondelbahn hinaufzufahren, um einzutauchen ins mächtige Alpsteingebirge.

Am Bodensee bei Ermatingen

Nach Stein am Rhein Richtung Kreuzlingen lässt es sich entlang des Untersees so richtig durch die Landschaft gondeln – eine der schönsten Streckenabschnitte auf der Grand Tour. Der Road Trip führt direkt am Ufer entlang durch kleine Dörfchen mit schönen Riegelbauten. Dazwischen viel Grün und lauschige Buchten, wo ein Sprung ins Wasser lockt.

Im Herzen des Tessins in Montagnola

Viele Orte wären im Tessin einen Zwischenhalt wert. Uns hat es aber besonders die Kirche Sant’Abbondio bei Montagnola angetan. Die Hochzeitskirche mit Aussicht verströmt mit dem von Zypressen flankierten Weg zum Friedhof einen Hauch Toskana. Übrigens ruht hier der Schriftsteller Hermann Hesse.

Im wilden Wallis bei Varen

Man müsse ihn gesehen haben, sagen die Walliser stolz über ihren Pfynwald – wie Venedig oder Paris. Am besten hält man bei Varen zwischen Leuk und Siders bei der Kirche an und geniesst von der Terrasse aus die Aussicht. Hier fliesst die wilde Rhone frei durch die Ebene des unteren Pfynwaldes – eine einzigartige Auenlandschaft mit vielfältiger Flora und Amphibien-Biotopen.

Auf den Jurahöhen beim Col de Marchairuz

Ein Road Trip lebt nicht nur von der Aussicht allein. Auch der Weg kann ein Highlight sein – wie etwa von Saint George auf den Col de Marchairuz, wo die Grand Tour vorbeiführt an niedrigen Trockensteinmauern. Aber natürlich ist auch hier die Aussicht grandios, besonders bei Sapin à Siméon: Unten die grünen, mit Weinbergen durchsetzte Landschaft, dazwischen kleine Dörfchen und hinten am Horizont der Genfersee und die Alpenkette samt Montblanc.

Weitere Infos unter www.MySwitzerland.com/grandtour

Empfohlene Reisezeit: April bis Oktober