Hotellerie

Die Nachfrage nach einem Hotelaufenthalt in der Schweiz stieg deutlich an. Bild: Swiss-Image/Per Kasch

In Schweizer Hotelbetten schliefen so viele Gäste wie seit 9 Jahren nicht mehr

Gute Halbjahres-Zahlen in der Schweizer Hotellerie. Der schwächere Franken dürfte auch ein gutes zweites Halbjahr bescheren.

Die Schweizer Hotellerie verzeichnet ein gutes erstes Halbjahr 2017. Total stiegen die Übernachtungszahlen um 4,4 Prozent an. Dazu beigetragen hat ein sehr guter Juni, der ein Plus von 9,5 Prozent ausweist.

Insgesamt lag die Zahl der Logiernächte im Juni bei 3,42 Millionen, im gesamten Halbjahr bei 17,6 Millionen Logiernächten, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt. Dieser Wert lag letztmals im ersten Halbjahr 2008 höher, mit damals 18 Millionen Logiernächten, als in jenem Jahr im Juni die Euro 2008 in der Schweiz und Österreich stattfand.

Der Juni 2017 war in Bezug auf die Wachstumsraten klar der beste Monat des ersten Halbjahres, während der Februar mit -1,5% klar der schwächste war. Im Januar waren es den Angaben zufolge +5,2%, im März/April (wegen Osterfeiertagen zusammengenommen) +4,3% und im Mai +4,5%.

Mit insgesamt 9,5 Millionen Logiernächten verzeichnete die ausländische Nachfrage im Halbjahr ein Plus von 4,7%, während die inländischen Gäste mit 8,1 Mio Logiernächten eine Zunahme von 4,0% verbuchten. Die Zunahme bei den ausländischen Touristen war laut BFS vor allem auf einen Anstieg der Gäste aus Asien zurückzuführen (+15% oder 287'000 Übernachtungen). Der amerikanische Kontinent verbuchte eine Zunahme um gut 10% oder 119'000 Logiernächte. Die Nachfrage aus dem europäischen Kontinent (ohne Schweiz) nahm insgesamt um 21'000 Logiernächte oder 0,4% leicht zu, wobei Deutschland mit 1,85 Mio Übernachtungen das wichtigste Gästeland ein Minus von -0,1% verzeichnete.

Das Minus der deutschen Gästen könnte sich nun im zweiten Halbjahr aber in ein Plus ändern. Beim wichtigsten Faktor, dem Wechselkurs, zeichnet sich für Schweizer Hoteliers derzeit eine Verbesserung um 6 Prozent ab, seit der Euro-Kurs in den letzten Wochen von 1,08 auf 1,15 gestiegen ist.

10 von 13 Regionen mit Plus

Unter den 13 Tourismusregionen der Schweizer verzeichneten zehn mehr Logiernächte als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Die Region Bern wies mit einem Plus von 159'000 Logiernächten (+7,4%) den grössten absoluten Anstieg auf, gefolgt von der Region Zürich (+127‘000/+4,9%), vom Wallis (+126'000/+6,8%), Graubünden (+107'000/+4,4%) und dem Tessin (+74'000/+8,0%). Demgegenüber verbuchte die Region Aargau einen Rückgang um 3200 Logiernächte (-0,9%).

(AWP/TN)