Hotellerie

Das Trump-Hotel in Washington bekommt Unterstützung. Bild: Trump Hotels.

Die Trumps kommen gleich mit zwei neuen Hotelketten

«Scion» und «American Idea» heissen die beiden neuen Hotelketten, die derzeit lanciert werden. Damit sollen auch weniger gut betuchte in einem Trump Hotel übernachten können.

Die Trump-Familie baut ihr Hotel-Imperium aus: Zu den bekannten Luxusunterkünften, die bislang unter der Marke Trump betrieben werden, sollen weniger gehobene Angebote für den schmaleren Geldbeutel hinzukommen.

Die neuste Mittelklasse-Kette nennt sich «American Idea», wie die Trump Organization am Dienstag in New York mitteilte. Die ersten Hotels sollen in Cleveland, Clarskdale und Greenville/Mississippi entstehen und auf Geschäftsreisende und Freunde der Blues-Musik ausgerichtet sein.

Hierfür werden bestehende Holiday Inns and Comfort Inns umgebaut, die in der ersten Hälfte 2018 als American Ideas eröffnen sollen. Jeder Renovation soll bis zu 1,5 Millionen USD kosten. Als Partner hat sich der Trump-Clan Chawla Hotels ausgesucht. Die Häuser werden als Franchise der Chawla Hotels betrieben.

Die indisch-amerikanischen Brüder Suresh und Dinesh Chawla besitzen bereits 17 Hotels. Der Vater der Chawla-Brüder suchte vor über 25 Jahren Rat von Donald Trump. Er bat Trump sogar um ein Darlehen von 425‘000 USD, das Trump allerdings ablehnte, Chawla aber ermutigte, andere Finanzierungsquellen zu suchen.

Die Partnerschaft der Chawla und des Trump-Clans gibt bereits wieder zu Reden: Suresh Chawla soll nämlich 50‘000 Dollar für Trumps Wahlkampfkampagne gespendet haben.

Nebst der neuen Hotelkette American Idea, wird das Portfolio derzeit um die Vier-Sterne-Kette Scion (zu Deutsch: Nachkomme) erweitert, die sich an ein jüngeres Publikum richten soll und bereits im Herbst letzten Jahrs angekündigt wurde. Das erste von zwölf Hotels ist bereits im Bau und wird ebenfalls in Cleveland/Mississippi eröffnen. Auch dieses Haus wird Chawla-Hotels gehören.

Seit Trump Präsident ist, wird die Hotelkette von seinen Söhnen Donald Junior und Eric geführt, die während der Wahlkampf-Tour ihres Vaters nach eigenen Angeben einen «Crashkurs in Amerika» erhielten. Die Geschäfte der Trumps sorgen wegen möglicher Interessenkonflikte immer wieder für Argwohn. Kritiker bemängeln eine unzureichende Abgrenzung zwischen Politik und Geschäften, da Entscheidungen weiterhin im Kreise der Familie getroffen werden können.

(AWP/TN)