Hotellerie

Neben dem Bahnhof Bern entsteht das erste Prizeotel. Bild: swiss-prime-site.ch

Die Schönburg wird zum ersten Schweizer Prizeotel

Im alten Postgebäude in Bern lancieren die deutsche Economy-Design-Hotelkette und die neue Mitbesitzerin Rezidor ihr erstes gemeinsames Projekt.

Noch gehts drei Jahre, dann soll das erste Schweizer Prizeotel in Betrieb gehen: im alten Postgebäude an der Viktoriastrasse in Bern entstehen 188 Zimmer der Economy-Design-Hotelkette, an der Rezidor seit diesem Jahr zu 49 Prozent beteiligt ist.

Die Berner Hotellerie erhält somit Ende 2019 das bisher grösste Hotel.  Das in Deutschland gegründete Unternehmen führt gegenwärtig drei Betriebe mit insgesamt 555 Zimmern an zentralen Lagen in Hamburg, Bremen und Hannover. Die Rezidor Hotel Group strebt mit Prizeotel eine ambitionierte Wachstumsstrategie an. Neben Deutschland, Österreich und den Benelux-Ländern gehört auch die Schweiz zu den primären Zielmärkten für die Weiterentwicklung der Marke.

Zum Berner Projekt sagt Prizeotel-Gründer Marco Nussbaum: «Wir sind überzeugt, dass der Schweizer Markt für uns sehr interessant ist. Mit der Kombination von Design, technischen Innovationen, Toplage und sehr attraktiven Preisen können wir in Bern und künftig auch anderen Schweizer Städten eine Nische besetzen, die mit Sicherheit auf eine grosse Nachfrage treffen wird.» Mit der Unterzeichnung des Vertrages in Bern hat Prizeotel nun auch die 1000 Zimmer-Marke überschritten. Neben den bereits bestehenden Hotels und der im Bau befindenden Erweiterung des Prizeotel Hamburg-City um 177 Zimmer, sowie dem in Bau befindenden Prizeotel Hamburg-St.Pauli (257 Zimmer), steigt mit den 188 Zimmern in Bern die Gesamtzimmerzahl auf 1177.

«DNA passt zu Rezidor»

Seitens der Rezidor Hotel Group wird der strategische Wert der Kooperation mit Prizeotel unterstrichen. «Wir freuen uns, das erste gemeinsame Projekt innerhalb von nur acht Monaten nach unserer Partnerschaft mit Prizeotel anzukündigen. Die kreative Economy-Hotelmarke ist die ideale Ergänzung unseres starken und internationalen Portfolios», sagt Elie Younes, Executive Vice President and Chief Development Officer bei Rezidor. Der Kaufvertrag für die 49 Prozent des Aktienkapitals von prizeotel beinhaltet die Option, nach vier Jahren auch die restlichen 51 Prozent zuzukaufen.

Auch Arno Schwalie, Geschäftsführer und Area Vice President der Rezidor Hotel Group für Zentral und Südeuropa, sieht die Economy-Design-Hotelgruppe als eine sehr gut etablierte Marke an. «Wir wollen gemeinsam mit Prizeotel qualitatives Wachstum im Economy Segment vorantreiben. Prizeotel passt von den Werten und der Design DNA sehr gut zu Rezidor und die Marke gibt uns die notwendige Glaubwürdigkeit und Geschwindigkeit, in einem für uns doch neuen aber sehr startegischen Segment, schnell erfolgreich zu agieren.»

Entworfen werden alle Prizeotels vom internationalen Stardesigner Karim Rashid. Das Konzept beruht auf Urbanität, innovativer und kundenfreundlicher Technologie, modernem Design und unkonventionellen Service für Geschäftsreisende und Touristen, dies alles zu Übernachtungspreisen ab 59 Euro pro Nacht.

Wohnen, entspannen, shoppen

Das Projekt sieht vor, das Gebäude aus dem Jahr 1970, von seiner ursprünglichen Bestimmung als Hauptsitz der Schweizer Post in eine hochwertige und gemischte Nutzung zu überführen und für die Stadt sowie die neuen Bewohner weiterzuentwickeln. An attraktiver Lage entstehen unter Beibehaltung der bestehenden Struktur nicht nur188 Hotelzimmer, sondern auch 135 Mietwohnungen (2.5 – 5.5 Zimmer), ebenso Ladenflächen wie auch Sport- und Entspannungsmöglichkeiten.

Das Investitionsvolumen wird von Swiss Prime Site auf 130 Millionen Franken geschätzt. Neben dem Hotellerieangebot soll den künftigen Mietern, Gästen und Nachbarn der Schönburg Bern die Möglichkeit geboten werden, zentral einzukaufen. Dazu konnte mit Coop eine der grössten Schweizer Detailhändlerinnen gewonnen werden.

(TN)