Hotellerie

Hotel-Schreck Airbnb wächst weiter

Der Bettenvermittler soll sich einen Milliardenkredit beschafft haben.

Mehrere grosse US-Banken stehen Airbnb zur Seite und sollen dem Vermittler privater Unterkünfte einen Kredit in der Höhe von einer Milliarde Dollar gewährt haben, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Damit sollen die Expansion des Start-ups und neue Angebote finanziert werden. J. P. Morgan, Citigroup, Morgan Stanley und Bank of America gehören zu den Geldgebern.

Diese jüngste Entwicklung, dass Airbnb den Expansionskurs verschärft, dürfte der Hotellerie Kopfzerbrechen bescheren. Gerade bei Familien hat Airbnb mit geräumigen, günstigen Wohnungen jüngst vermehrt getrumpft. Schon Ende letzten Jahres hat sich Airbnb zusätzliche Kredite in der Höhe von 100 Millionen Dollar beschafft – und nun nochmals eine deutliche grössere Tranche.

Unterschätzt wird Airbnb von den grossen Hotelketten mittlerweile nicht mehr. Vermehrt versuchen die Hotelketten im Geschäft der Wohnungsvermittlung selber Fuss zu fassen. Im April etwa hat der französische Hotelkonzern Accor den Online-Anbieter von Luxusunterkünften Onefinestay übernommen. Und zuvor hatte sich Accor schon den Anbieter luxuriöser Ferienunterkünfte Squarebreak  einverleibt sowie einen weiteren Airbnbn-Konkurrenten, die argentinische Oasis Collection.

Mit den neuen Geldmitteln dürfte Airbnb versuchen, sich breiter aufzustellen. Noch dieses Jahr sollen gemäss NZZ zubuchbare Dienstleistungen eingeführt werden. Getestet würden etwa private Mahlzeiten, Fahrradtouren und andere Optionen, die es den Gästen ermöglichen sollen, sich als Teil der Nachbarschaft zu fühlen.

(TN)