Hotellerie

Airbnb erwartet dieses Jahr 12,3 Millionen Buchungen

Der Online-Unterkunftsvermittler ist weiterhin auf Wachstumskurs.

Eine neue Schätzung der amerikanischen Investment-Bank Cowen & Company sagt voraus, dass sich Airbnb in diesem Jahr über 12,3 Millionen Reservierungen freuen darf. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 waren es 7,2 Millionen Buchungen, die über das private Unterkunfts-Vermittlungs-Portal getätigt wurden.

Die Analysten Kevin Kopelman und James Sullivan der Cowen & Company gehen davon aus, dass Airbnb dieses Jahr 129 Millionen Gäste bedienen wird. Für Ihre Studie befragten sie 1400 US-Touristen, um ein Gefühl für die Popularität von Airbnb zu erhalten. 51 Prozent der Befragten Geschäftsreisenden waren mit einer Buchung über Airbnb zufriedener als bei einer Hotelbuchung. Nur 10 Prozent der Befragten bevorzugten die Unterkunft in einem Hotel, während 39 Prozent angaben, dass es ihnen egal sei, ob sie in einer privaten Unterkunft oder in einem Hotel schlafen würden.

Bei Freizeitreisenden waren die Zahlen ähnlich. Die Analyse ergab aber auch, dass die grosse Zufriedenheit der Reisenden bei einer Buchung über Airbnb nicht bedeutet, dass keine Hotels mehr genutzt würden. So fanden 69 Prozent der auswärtig verbrachten Nächte aller Befragten in einem Hotel statt. Es sei also keine Entweder-oder-Frage — ob man eine Airbnb-Unterkunft oder ein Hotel buche, hänge vor allem von der Art der Reise ab.

Kopelman und Sullivan schreiben weiter, dass sich andere Online-Anbieter wie Priceline und Expedia mit Investitionen in Ferienhäuser und anderen kurzfristig verfügbaren Selbstversorgungsunterkünften gegen den Konkurrenten Airbnb absichern würden. Die Analysten schätzen, dass 46 Prozent der bei Booking.com gelisteten Unterkünfte Ferienhäuser bzw. Ferienwohnungen sind, die sich meist in Europa befinden und kurzfristig angemietet werden können. Sie schätzen, dass bei der Priceline Group zurzeit eine von acht Nächten auf eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus fällt.

(TN)