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Erzählten in der Fischerstube Zürihorn von der Faszination des Reiselandes Irland, von links: Mark McHale (Hidden Howth Experiences), Daryl Hendley Rooney (Little Museum of Dublin), Aoife McGarry (Irische Botschafterin der Schweiz), Katja Meinken-Wiedemann (Tourism Ireland) und Nico Krebser (Gretz Communications). Bilder: zVg

Irland: Eine Insel, unzählige Erlebnisse

Zwischen wilden Küsten, pulsierenden Städten und gelebter Gastfreundschaft entfaltet Irland seine ganze Vielfalt. Ob Roadtrip entlang des Wild Atlantic Way, literarische Spurensuche in Dublin oder kulinarische Entdeckungen am Meer – die Grüne Insel überrascht mit unzähligen Erlebnissen und Momenten, wie an zwei Irland-Abenden in Zürich und Lausanne zu erfahren war.

Irland bietet zahlreiche besondere Momente an jeder Rundung der Grünen Insel an. Tourism Ireland-Repräsentantin Katja Meinken-Wiedemann. Press und Publicity Managerin verführte Zürich und Lausanne in die literarische, kulturelle und kulinarische Welt Irlands. Die Botschafterin Aoife McGarry hebt die Gemeinsamkeiten der Schweiz und Irlands heraus: «Whether is walking, hiking or jumping into the irish sea or the aare in berne; it shows our connection.»

Irland besticht also mit vielem. Vor allem aber machen die Gastfreundschaft und die Wärme der Irinnen und Iren die Ferien zu einer unvergesslichen Erinnerung.

Wild Atlantic Way und die irischen Küsten

Das bekannteste Reiseerlebnis Irlands ist der Wild Atlantic Way.  Mit über 2500 Kilometern ist es die längste ausgewiesene Küstenroute der Welt. Von der Copper Coast im Süden mit ihren breiten Sandstränden bis zur Causeway Coastal Route im Norden bietet Irland vielfältige Landschaften für Roadtrips und Aktivurlaub.

Wer das Meer noch näher erleben möchte, besucht eine der irischen Inseln: Achill Island mit Keem Bay ist über eine Brücke erreichbar. Die Aran Islands vor der Galway Bay – irischsprachig und von rauer Ursprünglichkeit – pflegen Traditionen und Kulturgut, die anderswo kaum noch zu finden sind und bieten sich an, in den Alltag am Ende Europas einzutauchen. Rathlin Island im Norden bezaubert mit Nordirlands grösste Seevogelkolonie, darunter tausende Papageitaucher.

Für Städtereisende ist Dublin ein faszinierender Ausgangspunkt. Die Hauptstadt bietet alles, was das Herz begehrt: Geschichte (Dublin Castle, Kilmainham Gaol, St. Patrick's Cathedral), Kultur (Trinity College mit dem Book of Kells, Chester Beatty Library, Guinness Storehouse) und lebhaftes Nachtleben rund um die Temple Bar. Highlights im Jahreskalender sind unter anderem das Tradfest im Januar oder die St. Patrick's Day-Parade im März.

Besonders eindrücklich ist das Little Museum of Dublin. Die Besuchenden werden von Schauspieler:innen in die Geschichten des Museums mitgenommen. «Our museum is more of a theater», beschreibt es Daryl Hendley Rooney, Kurator und Dubliner, stolz. Das Haus, das mit über 5'000 gespendeten Artefakten ausgestattet ist vereint Humor, Geschichte und Gastfreundschaft. Verschiedene, exklusive Touren, wie zum U2-Jubiläum, machen jeden Besuch zu einem einzigartigen Erlebnis

Ein besonderer Charme der Hauptstadt ist die Nähe zum Meer. Mit einem der Nahverkehrszügen, erreicht man die irische See in rund 30 Minuten. Mit Hidden Howth Experiences taucht man mit „Pints and Puppys“ in die Welt an der Küste ein.

Erzählt vom richtigen irischen Gefühl: Mark McHale von Hidden Howth Experiences.

Mark McHale und seine Hündin Missy nehmen die Besuchenden nicht nur auf eine Wanderung mit, sondern auf eine Geschichtstour durch die 800-Jahre alte Schlossanlage. Das richtige irische Gefühl bekommt man mit einer Seafood-Tour durch das Fischerdorf. Dabei wird lokales Bier genossen, welches gemäss McHale sehr unterschätzt wird. Der Besuch der Brauereien in Howth ist mit im Programm.

Eine Küche, die neu entdeckt wird

Die irische Insel ist ein gastronomisches Sternenmeer. Über 20 Restaurants sind mit einem oder sogar zwei Sternen ausgezeichnet. Eine neue Generation von Köchinnen und Köchen setzt auf das, was die Insel schon immer hatte: fruchtbare Böden, klares Wasser und kurze Transportwege. Farm-to-Table ist hier Tagesprogramm: viele Betriebe produzieren Gemüse, Fleisch und Milchprodukte selbst oder beziehen sie aus dem direkten Umfeld.

Cork gilt als kulinarische Hauptstadt des Landes– der English Market ist ein zentraler Anlaufpunkt. Seafood, Seaweed, Austern, Lamm und handgefertigte Käse prägen das Angebot, ergänzt durch Festivals wie das Galway Oyster Festival oder Cork on a Fork.

Literatur und Musik als Teil der Kultur

Irland hat pro Kopf mehr Literaturnobelpreisträger hervorgebracht als jedes andere Land: Yeats, Shaw, Beckett, Seamus Heaney – und dahinter eine lebendige zeitgenössische Szene mit Autorinnen und Autoren wie Sally Rooney, Claire Keegan und Paul Murray. Beide Hauptstädte sind UNESCO-Preisträger. Dublin als UNESCO City of Literature, Belfast als UNESCO City of Music. Die Tradition des mündlichen Erzählens lebt weiter, heute in Literaturfestivals, im Museum of Literature Ireland und beim Bloomsday am 16. Juni, wenn Fans in Kostümen die Route von James Joyces Protagonisten Leopold Bloom durch die Stadt nachgehen.

Musik gehört in Irland zum Alltag. In kleinen Dorfpubs beginnen Sessions oft spontan. Das Fleadh Cheoil gilt als grösstes Fest der traditionellen irischen Musik; das Guinness Jazz Festival in Cork bringt eine Vielzahl an Musikerinnen und Musiker zusammen. Typische Instrumente wie Uilleann Pipes, Fiddle, Bodhrán und keltische Harfe sind nicht nur auf Festivals zu erleben – sie sind Teil des gelebten Kulturerbes.

Die irische Delegation zu Besuch in Lausanne, von links: Mark McHale (Hidden Howth Experiences), Aoife McGarry (Irische Botschafterin der Schweiz), Katja Meinken-Wiedemann (Tourism Ireland), Daryl Hendley Rooney (Little Museum of Dublin) und Ursula Krebs (Gretz Communications).

(TN)