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Für Liegestühle und Sonnenschirme an Italiens Strandbädern müssen Feriengäste im Sommer 2026 im Schnitt mehr bezahlen als im Vorjahr. Bild: Adobe Stock

Strände in Italien werden teurer

Die Kosten für Strandferien in Italien steigen weiter. In zahlreichen Badeorten werden Liegestühle und Sonnenschirme im Sommer 2026 erneut teurer.

Ferien am italienischen Meer kosten 2026 mehr als im vergangenen Jahr. Laut einer Untersuchung des Konsumentenschutzverbands Altroconsumo steigen die Preise für Liegestühle und Sonnenschirme in den italienischen Strandbädern im Durchschnitt um sechs Prozent. Im Vergleich zu vor fünf Jahren beträgt der Anstieg sogar 24 Prozent.

Für die Erhebung wurden 222 Strandbäder in zehn beliebten Ferienorten anonym kontaktiert. Untersucht wurden die Preise für die erste Augustwoche – traditionell eine der teuersten Reisezeiten des Sommers.

Besonders stark steigen die Preise auf Sizilien: In Taormina und Giardini Naxos legten die Kosten im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 16 Prozent zu. Auch in Alghero auf Sardinien (plus 14 Prozent) und im süditalienischen Gallipoli (plus 10 Prozent) wurde es markant teurer.

Am tiefsten müssen Feriengäste jedoch in Ligurien in die Tasche greifen. In Alassio kostet ein Platz in der ersten Reihe mit Sonnenschirm und zwei Liegestühlen für eine Woche im Durchschnitt 368 Euro. Vergleichsweise günstig bleibt dagegen der Badeort Lignano an der Adria mit durchschnittlich 164 Euro.

Streit um freie Strände

Die Untersuchung befeuert zugleich eine alte Debatte in Italien. Altroconsumo kritisiert, dass frei zugängliche Strandabschnitte zunehmend seltener würden und viele Gäste deshalb auf kostenpflichtige Angebote angewiesen seien.

Zwar schätzen viele Reisende den Komfort von Strandbädern – etwa reservierte Plätze, Duschen oder Gastronomie. Gleichzeitig wünschen sich viele mehr frei zugängliche Alternativen.

Der Konsumentenschutzverband fordert deshalb eine Reform des Systems: mehr öffentliche Strände, weniger Konzessionen und transparentere Vergaben. Eine entsprechende Petition hat bereits über 91'000 Unterschriften gesammelt.

(TN)