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Der Kölner Dom zählt mit rund sechs Millionen Besucherinnen und Besuchern pro Jahr zu den bekanntesten und meistbesuchten Kathedralen Europas. Bild: Adobe Stock

Kölner Dom kostet jetzt Eintritt

Der Besuch des Kölner Doms ist nicht mehr gratis. Seit dem 1. Juli zahlen Touristinnen und Touristen zwölf Euro Eintritt. Die Einnahmen sollen helfen, den Unterhalt der weltberühmten Kathedrale zu sichern.

Der Besuch des Kölner Doms gehört für viele Deutschland-Reisende zum Pflichtprogramm. Millionen Menschen strömen jedes Jahr in die Kathedrale direkt neben dem Hauptbahnhof. Damit ist ab sofort eine Neuerung verbunden: Seit dem 1. Juli 2026 kostet der Zugang für Touristinnen und Touristen zwölf Euro.

Das Kölner Domkapitel begründet den Schritt mit steigenden Ausgaben – unter anderem für Unterhalt, Sicherheit und den Schutz des Unesco-Welterbes. Die Eintrittsgebühr sei notwendig, um den langfristigen Erhalt des Doms zu sichern. Laut den Verantwortlichen schrieb die Kathedrale seit mehreren Jahren Defizite, während die Reserven zunehmend aufgebraucht wurden.

Allerdings müssen nicht alle Besucherinnen und Besucher bezahlen. Wer den Dom zum Beten oder für Gottesdienste aufsucht, erhält weiterhin kostenlosen Zugang über den Nordeingang beim Hauptbahnhof. Kinder bis 13 Jahre bleiben ebenfalls gratis, Jugendliche in Ausbildung sowie Studierende profitieren von reduzierten Tarifen. Auch Menschen mit Schwerbehinderung und Begleitpersonen sind ausgenommen.

Zwischen Kulturangebot und öffentlichem Raum

Mit rund sechs Millionen Gästen pro Jahr zählt der Kölner Dom zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Europas. Bislang war der Innenraum frei zugänglich. Bezahlt wurde nur für einzelne Angebote wie die Schatzkammer oder den Aufstieg auf den Südturm.

Der Schritt sorgt deshalb für Diskussionen. Kritiker befürchten, dass der Dom seine Rolle als frei zugänglicher Ort im Herzen der Stadt verliert. Befürworter verweisen dagegen auf zahlreiche internationale Beispiele: Für den Besuch grosser Kirchen und Kathedralen werden vielerorts längst Eintrittsgelder verlangt.

Tatsächlich ist Köln kein Einzelfall. In Städten wie London, Barcelona oder Wien gehören Tickets seit Jahren zum Standard. Gleichzeitig zeigen Beispiele wie Notre-Dame in Paris oder der Petersdom in Rom, dass berühmte Kirchen auch weiterhin kostenlos zugänglich bleiben können.

(TN)