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Heftige Regenfälle haben in Wellington zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Bild: Screenshot Youtube / Guardian Australia

Neuseelands Hauptstadt Wellington nach Unwetter im Krisenmodus

Heftiger Dauerregen hat Neuseelands Hauptstadt Wellington in den Ausnahmezustand versetzt. Die Behörden warnen vor weiteren Gefahren und rufen die Menschen zur Vorsicht auf.

Sintflutartige Regenfälle haben in Wellington zu massiven Überschwemmungen und erheblichen Schäden geführt. Innerhalb von weniger als einer Stunde fielen laut Stadtregierung fast 80 Liter Regen pro Quadratmeter – so viel wie noch nie zuvor in diesem Zeitraum gemessen wurde. Die Folgen sind weitreichend: Strassen wurden überflutet, Hänge gerieten ins Rutschen und mehrere Stadtteile standen zeitweise unter Wasser.

Besonders betroffen sind das Stadtzentrum sowie südliche Vororte. Medien berichten, dass Bewohnerinnen und Bewohner ihre Häuser teilweise in der Nacht verlassen mussten, nachdem Wassermassen eingedrungen waren oder Erdrutsche Gebäude bedrohten. Auch wichtige Verkehrswege sind gesperrt oder nur eingeschränkt passierbar, was die Lage zusätzlich erschwert.

Weitere Unwetter könnten die Situation verschärfen

Die Regierung hat für Wellington den Notstand ausgerufen. Einsatzkräfte sind rund um die Uhr im Einsatz, während die Bevölkerung aufgefordert wird, sich nicht eigenständig an Aufräumarbeiten zu beteiligen. Zu gross sei die Gefahr durch instabile Hänge, Trümmer und überflutete Strassen.

Gleichzeitig raten die Behörden, unnötige Reisen zu vermeiden und keinesfalls durch Hochwasser zu gehen oder zu fahren. Auch Parks, Wälder und Küstenbereiche gelten derzeit als unsicher.

Ein Notfallzentrum wurde eingerichtet, um Betroffene zu unterstützen und Unterkünfte bereitzustellen. Darüber hinaus warnen die Behörden vor weiteren Unwettern und starken Winden, die die Situation weiter verschärfen könnten.

Für Reisende bedeutet die Lage derzeit erhebliche Einschränkungen. Verkehrsverbindungen sind gestört, Sehenswürdigkeiten vorübergehend geschlossen, und von Aktivitäten im Freien wird abgeraten. Wer sich aktuell in der Region aufhält, sollte die offiziellen Hinweise aufmerksam verfolgen und seine Reisepläne flexibel anpassen.

(TN)