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Sturmtief Therese verursachte auf den Kanaren Schäden an Infrastruktur, Verkehrsbehinderungen und gefährlichen Bedingungen durch Schlamm, Geröll und Überflutungen. Bild: X / C.G. Policía Canaria

Kanaren von Unwetter schwer getroffen

Sturmtief Therese hat auf den Kanarischen Inseln zu einem Todesfall sowie zu erheblichen Schäden und Störungen geführt.

Sturmtief Therese hat auf den Kanarischen Inseln in den vergangenen Tagen schwere Schäden angerichtet und einen Menschen das Leben gekostet. Auf El Hierro starb am Samstag ein 79-jähriger Mann, nachdem er bei starkem Seegang aus dem Meer geborgen worden war und trotz Reanimationsversuchen seinen Verletzungen erlag.

Gleichzeitig sorgte das Unwetter für erhebliche Störungen im Flugverkehr: Laut örtlichen Medien wurden Dutzende Flüge gestrichen oder umgeleitet. Besonders betroffen waren die westlichen Inseln sowie Gran Canaria. Heftige Regenfälle, starke Windböen und hohe Wellen führten zu Stromausfällen, Überflutungen und zahlreichen Erdrutschen.

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte die Talsperre Los Pérez auf Gran Canaria, die am Samstag Wasser über den Entlastungskanal abführen musste – ein seltenes Ereignis, das erst zum dritten Mal seit Bestehen der Anlage eintrat.

Aufgrund steigender Pegelstände wurden vorsorglich mehrere Ortsteile evakuiert. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, sich von Barrancos, Stauseen und überflutungsgefährdeten Gebieten fernzuhalten. Die Inselregierung rief zudem die Notstandsstufe 1 aus und schloss öffentliche Einrichtungen sowie Freizeitangebote im Freien.

Auch auf Teneriffa und La Palma kam es zu erheblichen Einschränkungen. Auf Teneriffa beschädigten hohe Wellen die Uferpromenade in El Médano, während ein Erdrutsch in Los Silos rund 100 Menschen vorübergehend von der Wasserversorgung abschnitt. Der Teide-Nationalpark blieb wegen Schneefalls und schwieriger Bedingungen in den Hochlagen gesperrt.

Am Sonntag schwächte sich Therese allmählich ab, dennoch wurden weiterhin starke Windböen von bis zu 118 Kilometern pro Stunde gemessen. Die Lage bleibt angespannt, auch wenn sich die Situation langsam stabilisiert. Der Schulunterricht, der zuletzt online stattfand, soll am Montag auf allen Inseln wieder regulär aufgenommen werden.

(TN)