Flug
Flottenmodernisierung beflügelt den Gewinn der Swiss
Das erste Halbjahr 2018 konnte die Swiss mit einem deutlichen Plus abschliessen und ihr operatives Ergebnis um 67 Prozent von CHF 197 Mio. auf CHF 330 Mio. steigern. Im gleichen Zeitraum legte der Umsatz um 10 Prozent zu und erreichte CHF 2.58 Mrd. Dies hat die Airline nicht zuletzt der Kapazitätserweiterung durch die Einflottung der Boeing 777-300ER und C Series Flugzeuge zu verdanken. Auf der Kurzstrecke wurden im ersten Halbjahr 2018 acht C Series eingeführt, insgesamt verfügt Swiss nun über 23 Flugzeuge dieses Typs. Auf der Langstrecke wurden zwei weitere Flugzeuge des Typs Boeing 777-300ER eingeflottet und damit inzwischen zehn Flugzeuge dieses Typs in Betrieb.
Zu Gute kam Swiss vor allem eine starke lokale Nachfrage. In den Monaten Januar bis Juni 2018 lag die Auslastung der Flüge (SLF) im Durchschnitt bei 81.5 Prozent. Damit waren die Flugzeuge im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0.9 Prozentpunkte stärker ausgelastet. Das Ergebnis wurde daneben positiv durch verschiedene Einmaleffekte beeinflusst. Mit der guten Performance trägt die Swiss auch massgebend zum positiven Ergebnis der Lufthansa Group in der ersten Jahreshälfte bei: Hier wirkt sich neben höheren Stückerlösen vor allem eine deutliche Senkung der Stückkosten aus.
Gestiegener Ölpreis treibt Treibstoffkosten in die Höhe
Thomas Klühr, CEO von Swiss, sagt: «Es ist uns gelungen, die erweiterte Kapazität im Markt abzusetzen und mit den neuen Flugzeugen unsere Stückkosten zu senken. Der Wettbewerb bleibt intensiv bzw. wird noch zunehmen und der Druck auf die Ticketpreise ist weiterhin gross. Dennoch sind wir zuversichtlich, uns auch künftig gut im Markt behaupten zu können.»
Swiss erwartet, dass sich der positive Trend fortschreibt, das Ergebnis allerdings durch den stark gestiegenen Ölpreis belastet wird. Laut der Lufthansa Group sind die Treibstoffkosten im ersten Halbjahr 2018 preis- und mengenbedingt um 216 Millionen Euro auf 2,8 Milliarden Euro gestiegen.
Für die Lufthansa Group sind daher die Network Airlines besonders wichtig. Ulrik Svensson, Finanzvorstand der Deutschen Lufthansa AG sagt: «Bei den Network Airlines haben wir die Belastungen aus höheren Treibstoffkosten durch strukturelle Kostensenkungen sogar überkompensiert und einen Ergebniszuwachs von 26 Prozent erzielt. Ohne die Belastungen bei Eurowings, die wir in Kauf nehmen, um unsere Marktposition in Europa weiter zu stärken, wäre unser Ergebnis damit gestiegen.»