Flug
Thai Airways teilt Passagiere nach Bauchumfang ein
Es ist nicht mehr nur das Gepäck, das kein Übergewicht haben darf: Passagiere, die mit dem neuen Dreamliner der Thai Airways fliegen wollen, müssen künftig ihren Bauchumfang messen lassen. In der Business-Class der im letzten Herbst erworbenen Superflieger sind die Sitze mit innovativen Airbag-Gurten ausgestattet.
Den ängstlichen Passagieren kommt diese Änderung womöglich zugute. Für all jene, die ein paar Kilo zu viel auf den Rippen haben, dürfte dies eher diskriminierend sein. Die neuen Gurte lassen sich wegen des sich darin befindenden Airbags nur bedingt verlängern und passen daher nicht allen um die Hüften, wie die Bangkok Post schreibt.
Wer einen Taillenumfang von mehr als 56 Inches (umgerechnet rund 142 Zentimeter) hat, darf nicht mehr auf Business-Class-Sitzen mit Airbag-Gurten Platz nehmen, so schreibt es die US-Luftfahrtbehörde «FAA» vor. Heisst, er oder sie dürfen nur noch Economy-Class fliegen, zumindest mit dem Dreamliner von Thai Airways.
Gleiches Schicksal gilt für Erwachsene, die mit ihrem Kleinkind auf dem Schoss fliegen wollen. Auch sie müssen entweder in die Eco-Class ausweichen oder aber dem Kind einen Sitzplatz in der Royal-Silk-Class kaufen.
Je mehr Gewicht, desto mehr wird bezahlt
Thai Airways steht mit dieser Aktion nicht alleine da. Auch bei anderen Airlines geriet das Gewicht der Passagiere in den Fokus. Finnair kündigte im letzten November an, ihre Gäste wiegen zu wollen – um die Betriebskosten zu senken. Für die finnische Fluggesellschaft ist es wichtig, das Gewicht an Bord zu kennen, damit beispielsweise der Treibstoff richtig kalkuliert werden kann.
Die bis 2015 aktive Samoa Air, war im Jahr 2013 die erste Fluggesellschaft weltweit, die den Ticketpreis nach Gewicht der Passagiere festlegte. Jedes Kilo an Körpergewicht kostete je nach Flugstrecke zwischen 0,93 und 1,06 Dollar.